10.10.2026

Belarus/Litauen: Von Minsk nach Vilnius

der Fall Maksim

(IGFM) Maksim, ein belarusischer Elektriker, wurde nach den friedlichen Protesten 2020 zu fünf Jahren Haft verurteilt, obwohl er politisch nicht aktiv war. Ende 2025 wurde er freigelassen und nach Litauen gebracht, wo er sich ein neues Leben aufbauen wollte. Der Neustart scheiterte jedoch mehrfach: Er wurde um 4.500 Euro betrogen, seine Arbeitswerkzeuge wurden gestohlen und er verlor daraufhin seine Unterkunft. Ohne Geld und Perspektive entwickelte er eine posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) und geriet in eine schwere psychische Krise. Die Organisation „Nash Dom“ und die IGFM unterstützen Maksim und fordern bessere Hilfsangebote für ehemalige politische Gefangene.

Zur IGFM: 

Liebe Freunde! 

Die IGFM gilt – nachdem sie Aufstieg und Untergang so mancher Diktatur verfolgt hat - als Expertin für die Bedingungen von Freiheit und Gerechtigkeit. Vielleicht sind wir deshalb bereits mehrfach nach unserer Meinung zu neuesten innenpolitischen Entwicklungen gefragt worden. 

Jedoch lenkt unser satzungsgemäßer Auftrag unseren Blick fort von der Innenpolitik hin zu den Opfern von Menschenrechtsverletzungen weltweit: Aus den Vorgängen in vielen Unrechtsstaaten können wir aber auch einiges lernen: Der transnationale Einfluss von Diktatoren führt zu vertiefter Spaltung in den betroffenen Ländern und zur Zementierung von Systemen, die die Menschenrechte mit Füßen treten. 

Auf den Seiten zwei bis vier können Sie anhand der Schilderung einzelner Schicksale erfahren, wie sich diese Unterminierung etwa durch den russischen Machthaber Putin oder das iranische Mullah-Regime auswirkt. 

Während der belarusische Diktator Lukaschenko die Nähe zu Putin sucht, um seine Macht abzusichern, versucht Armenien derzeit, diesen unheilvollen Einfluss aus Moskau abzuschütteln. 

Manchmal muss man zum Schutz der Menschenwürde auch mit schädlichen Traditionen brechen. Und das wiederum trifft auch auf die Schuldknechtschaft in Pakistan (Seite 1) zu. 

 

Unterstützen Sie bitte unsere Arbeit und begleiten Sie die Menschen in diesen Ländern auf ihrem Weg zu mehr Gerechtigkeit.

Herzliche Grüße 

Ihre 

Michaela Koller 
Chef-Redakteurin der FdMR