14.10.2026

Deutschland: Gebetszug unter starkem Polizeischutz

Münster: Rund 80 Christen beteten für ungeborene Kinder

Münster (IDEA) – Unter starkem Polizeischutz fand am 10. Oktober in Münster der diesjährige „Gebetszug für das Leben“ statt. An der Veranstaltung nahmen rund 80 Christen teil. Sie trugen symbolisch weiße Kreuze durch die Innenstadt, um an ungeborene Kinder zu erinnern, die im Mutterleib getötet wurden. Veranstalter war das ökumenische Gebetsnetzwerk „EuroProLife“. Nach Angaben der Polizei beteiligten sich rund 600 Teilnehmer an einer Gegendemonstration. Der Gebetszug wurde von Beamten eskortiert, um ein Eindringen von Störern zu verhindern. Nach Angaben von Teilnehmern wurde der Zug zweimal für einige Minuten durch Blockaden aufgehalten. Wie die Polizei mitteilte, kletterten zwei Gegendemonstranten auf einen Baum und eine Straßenlaterne, um ein Banner mit einer Protestbotschaft gegen die Gebetsprozession über der Zugstrecke zu spannen. Gegen die beiden sei Strafanzeige erstattet worden. Gegendemonstranten störten den Zug und die Abschlusskundgebung auf dem Domplatz mit lautstarken Sprechchören und Trillerpfeifen. Die Ansprache des EuroProLife-Vorsitzenden Wolfgang Hering (München) war nach Angaben von Teilnehmern für die Anwesenden wegen des Lärms nicht zu verstehen.