16.07.2026
Deutschland: Stadtrat lehnt christliche Schule ab
Halle/Westfalen: Die Abstimmung fiel mit 21 zu 19 Stimmen knapp aus
Bielefeld/Halle (IDEA) – Der Stadtrat von Halle/Westfalen hat gegen den Bau einer christlichen Realschule in der Stadt entschieden. Bei der Abstimmung am 15. Juli votierten 21 Ratsmitglieder dagegen und 19 Ratsmitglieder dafür. Das berichtete der Geschäftsführer der Georg-Müller-Schulen, Michael Pieper (Bielefeld), der Evangelischen Nachrichtenagentur IDEA. Der Trägerverein der evangelikalen Schulen wollte in Halle eine Werkrealschule mit handwerklichem Schwerpunkt errichten. Sie sollte Platz für 312 Schüler bieten. Die Zustimmung des Stadtrates war nötig, weil die Schule auf einem Grundstück gebaut werden sollte, das zurzeit der Stadt gehört. Im Vorfeld hatte der Trägerverein Bürgermeister Thomas Tappe (CDU) eine Petition mit 1.800 Unterschriften übergeben, in der eine Zustimmung des Stadtrates gefordert wurde. Gegen das Projekt hatten sich unter anderem die Schulleiter von zwei weiterführenden Schulen in Halle ausgesprochen. Zur Begründung erklärten sie, wegen rückläufiger Schülerzahlen sei bereits jetzt die Existenz der bestehenden Schulen gefährdet. Der Versuch des Trägervereins, in Halle eine christliche Schule zu errichten, war bereits 2018 am Widerstand aus Kommunalpolitik und Verwaltung gescheitert. Der Trägerverein der Georg-Müller-Schulen betreibt derzeit ein Gymnasium und eine Gesamtschule in Bielefeld sowie Grundschulen in Bielefeld, Steinhagen und Senne, an denen insgesamt 2.375 Kinder und Jugendliche unterrichtet werden.