18.09.2026

Deutschland: Brandanschlag auf Bergische Synagoge in Wuppertal

Mutmaßlicher Täter ist ein Afghane

Wuppertal (IDEA) – Ein 37-jähriger Afghane hat am 17. September mutmaßlich versucht, die Bergische Synagoge in Wuppertal in Brand zu setzen. Er wurde in Tatortnähe festgenommen, teilte die örtliche Polizei mit. Das Verfahren werde von der Staatsanwaltschaft geführt, hieß es auf Nachfrage der Evangelischen Nachrichtenagentur IDEA. Der Tatverdächtige soll am 18. September dem Amtsgericht Wuppertal mit dem Antrag auf Erlass eines Haftbefehls vorgeführt werden. Ihm wird versuchte schwere Brandstiftung vorgeworfen. Im Falle einer Verurteilung droht ihm laut Staatsanwaltschaft eine Freiheitsstrafe zwischen drei Monaten und 15 Jahren. Bereits bei der Festnahme habe der Mann Äußerungen von sich gegeben, die auf ein antisemitisches Tatmotiv hindeuteten. Das berichtete der Pressedezernent der Staatsanwaltschaft Wuppertal, Oberstaatsanwalt Baumert. Der Beschuldigte sei wegen der Bedrohung einer Nachbarin vorbestraft. Der Mann hatte am 17. September gegen 14.00 Uhr an der Rückseite der Synagoge mit einem Brandsatz Feuer gelegt. Dort befindet sich die Eingangstür des zur Synagoge gehörenden Cafés „Negev". An der Tür entstand Sachschaden. Personen in der Synagoge löschten den Brand zeitnah mit einem Feuerlöscher. Verletzt wurde nach Angaben der Staatsanwaltschaft niemand. 

Messer und Machete in Wohnung gefunden

Am Abend des 17. September wurde die Wohnung des Beschuldigten auf richterlichen Beschluss durchsucht. Dabei fanden die Ermittler neben Unterlagen mehrere Messer und eine Machete, die griffbereit abgelegt waren. Sein bereits bei der Festnahme sichergestelltes Mobiltelefon werde derzeit von der Polizei ausgewertet. Die Ermittlungen dauern an.