18.09.2026
Deutschland: Mutmaßlicher IS-Anhänger soll Anschlag auf Kirche geplant haben
Bundesanwaltschaft lässt Iraker in Brandenburg festnehmen
Karlsruhe (IDEA) – Die Bundesanwaltschaft hat einen irakischen Staatsangehörigen gefasst, der einen Anschlag auf eine Kirche in Bremen geplant haben soll. Beamte des Bundeskriminalamts und der Bundespolizei nahmen den Beschuldigten Gailan Al-M. am 17. September im Landkreis Barnim (Brandenburg) fest. Das teilte die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mit. Grundlage sei ein Haftbefehl des Ermittlungsrichters des Bundesgerichtshofs vom 8. September. Dem Mann wird die versuchte Gründung einer terroristischen Vereinigung, die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat sowie ein Verstoß gegen das Waffengesetz zur Last gelegt. Nach Angaben der Bundesanwaltschaft teilt Al-M. die radikal-islamistische Ideologie der Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS). Im Frühjahr 2025 habe er geplant, gemeinsam mit weiteren Personen Anschläge in Deutschland gegen „Ungläubige“ zu verüben.
Kirche als erstes Anschlagsziel ausgekundschaftet
Der Beschuldigte habe sich bereits eine Schusswaffe beschafft und eine Kirche in Bremen ausgekundschaftet. Diese sollte nach Al-M. das erste Ziel der Gruppe sein. Eine bislang unbekannte Person habe der Beschuldigte für seine Pläne gewinnen können. Das Anwerben weiterer Mitstreiter sei jedoch gescheitert. Noch am Tag der Festnahme wurde Al-M. dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt. Dieser eröffnete den Haftbefehl und ordnete Untersuchungshaft an.