20.08.2026

USA: Personalisierte Ketchup-Flaschen - Heinz blockierte den Namen Jesus

AfD-Politikerin Beatrix von Storch kritisiert den Konzern

Washington/Berlin (IDEA) – Der Ketchup-Hersteller Heinz mit Hauptsitz in den Vereinigten Staaten hat die Personalisierung seiner Flaschen mit dem Namen „Jesus“ zunächst blockiert. Begriffe wie „Allah“ oder auch „Satan“ seien dagegen akzeptiert worden Dies berichtete die „Bild“-Zeitung. Nach öffentlicher Kritik habe der Konzern seine Internetseite angepasst, sodass Kunden in Großbritannien und Irland nun den Namen „Jesus“ auf die Flaschen drucken lassen könnten. In Deutschland betreibe Heinz keinen eigenen Online-Shop mit dieser Personalisierungsfunktion. Eine Anfrage der Evangelischen Nachrichtenagentur IDEA an die Pressestelle des Unternehmens blieb bis Redaktionsschluss unbeantwortet. Auch die AfD-Bundestagsabgeordnete Beatrix von Storch griff das Thema auf und schrieb dazu auf der Plattform X (ehemals Twitter): „Christenverfolgung passiert eben auch viel subtiler. Macht das öffentlich: man kann sich nur wehren, wenn man die Gefahr sieht.“ Die „satanischen, islamischen und sonstigen Programmierer bei Heinz“ fürchteten laut von Storch den Namen Jesu. Sie bezeichnete Heinz als „nur ein Beispiel für Firmen, die den woken Trend mitmachen und unsere christlich-abendländische Kultur diskriminieren“. Die Tatsache, dass das Unternehmen die Blockade inzwischen aufgehoben habe, zeige die Macht der Bürger als Verbraucher.

Ähnlicher Fall bei Coca-Cola

Bereits vor einigen Tagen hatte ein vergleichbarer Vorfall den US-Getränkekonzern Coca-Cola in die Kritik gebracht. Im Rahmen der Kampagne „Share a Coke“ wies das Online-Tool die Eingabe „Jesus is king“ (Jesus ist König) mit einer Fehlermeldung ab. Formulierungen wie „Satan is king“, „Allah is king“ oder „I hate Jesus“ (Ich hasse Jesus) waren dagegen offenbar problemlos möglich. Einige Christen riefen zum Boykott auf. In den Sozialen Medien verbreiteten sich Videos, in denen Nutzer Cola-Produkte in den Ausguss schütten. Coca-Cola reagierte mit einer Stellungnahme: Es handle sich nicht um eine religiöse Bevorzugung, sondern um ein technisches Problem in der Vorschaufunktion des Online-Tools, sagte ein Sprecher der US-Nachrichtenplattform Fox News Digital. Dort seien Varianten eingeschränkter Begriffe sichtbar gewesen, die im anschließenden Prüfprozess ohnehin nicht zur Produktion freigegeben worden wären. Gegenüber dem US-Magazin Parade sprach Coca-Cola von „Schutzmechanismen, um die Freigabe und Produktion von Dosen und Flaschen mit religiösen, politischen, markenrechtlich geschützten, unangemessenen oder anderweitig eingeschränkten Begriffen zu verhindern“.