22.09.2026

Deutschland: Deutsche Indianer-Pionier-Mission wird zu „Pioniermission“

Der bisherige Name führte immer wieder zu Verwirrung und Nachfragen

St. Johann (IDEA) – Die Deutsche Indianer-Pionier-Mission (DIPM/St. Johann/Schwäbische Alb) benennt sich um in „Pioniermission“. Das gab Missionsleiter Reiner Prauss beim Jahresfest des Missionswerkes bekannt, wie der Sprecher der DIPM, Sebastian Groß, der Evangelischen Nachrichtenagentur IDEA sagte. Rund 300 Besucher kamen zu dem Treffen am 20. September. Groß erläuterte gegenüber IDEA die Hintergründe für die Umbenennung des Werkes. Der bisherige Name habe immer wieder zu Nachfragen geführt. Auch der Indianer-Begriff selbst sei zunehmend erklärungsbedürftig geworden. Besonders im inländischen Arbeitsbereich des Werkes habe das Wort für Verwirrung gesorgt. Schließlich seien hier nicht Indianer, sondern Menschen in Deutschland die Zielgruppe. Mit der Umbenennung solle jedoch auch klar werden: „Es gibt eine Kontinuität, es ist keine Absage an das Vergangene.“ Der Begriff „Pionier“ stehe weiterhin für die Arbeit unter sogenannten unerreichten Völkern, die noch nicht mit dem Evangelium in Kontakt gekommen sind. Die Namensänderung werde ab dem 17. Januar 2027 wirksam.

„Jesus hat mir offenbart, dass ich in drei Tagen zu ihm kommen darf“

Auf dem Jahresfest predigte unter anderen der Paraguay-Missionar Uli Ostertag unter der Überschrift „Ich lebe und ihr sollt auch leben“ über Johannes 14. Dabei zeigte er auf, wie Jesus die Angst vor dem Tod und Geistern wegnehmen könne. Seine Frau Bärbel, eine Krankenschwester, sei eines Tages von einer Familie zu deren erkranktem Großvater gerufen worden. Dabei habe dieser gesagt: „Jesus hat mir offenbart, dass ich in drei Tagen zu ihm kommen darf.“ In dieser Zeit habe er seine Kinder um sich versammelt. Besonders eindrücklich sei für die indigene Familie mit ihrem animistischen Hintergrund gewesen, dass er seinen Söhnen sagte: „Ihr müsst keine Angst haben, ich werde mich nicht in einen Totengeist verwandeln.“ Zum Hintergrund: In der dortigen indigenen Bevölkerung ist die Angst vor deren Unwesen so verbreitet, dass manchmal die Hütten der Verstorbenen verbrannt werden, um Unheil abzuwehren. Ostertag zufolge hat der Großvater seinen Angehörigen auch gesagt, sie hätten auch die Möglichkeit, zu Jesus zu gehören. Dann brauchten auch sie keine Angst vor dem Tod mehr zu haben.

Für mindestens drei Menschen im eigenen Umfeld beten

Am Nachmittag regte der Bereichsleiter Deutschland, Tobias Maier, die Teilnehmer an, für mindestens drei Menschen im eigenen Umfeld zu beten. Groß erläuterte, Grundlage dafür seien echte Beziehungen, in denen man den anderen auch nahe an sich heranlasse. „Da wird man ernst genommen, da spricht man miteinander, da kann man auch Glauben teilen.“ Die DIPM ist mit rund 50 Mitarbeitern in Brasilien, Paraguay und Costa Rica tätig. In Deutschland beschäftigt sie 43 Mitarbeiter. Außerdem fördert das Werk das missionarische Engagement von Gemeinden und Landeskirchlichen Gemeinschaften durch Evangelisationen, Schulungen sowie die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Es gehört zur Arbeitsgemeinschaft Evangelikaler Missionen (AEM).