25.08.2026

USA: Befreiter US-Missionar Rideout dankt Christen für ihre Gebete

Präsident Trump empfing den Piloten im Weißen Haus

Washington (IDEA) – Der befreite US-amerikanische Missionspilot Kevin Rideout hat sich bei US-Präsident Donald Trump sowie bei Christen weltweit für ihre Gebete bedankt. Zehn Monate nach seiner Entführung im westafrikanischen Niger empfing Trump den Missionar gemeinsam mit dessen Familie im Weißen Haus. Das teilte der Präsident auf seiner Plattform Truth Social mit. Trump erklärte dazu, dass seine Regierung keine Amerikaner zurücklasse, denn es gelte der Grundsatz „America First“. Darin unterscheide er sich von seinen demokratischen Vorgängern Joe Biden und Barack Obama. Es sei ihm eine Ehre gewesen, Rideout zu helfen, so der Präsident. Bei dem Besuch im Oval Office lernte die Familie auch das Team kennen, das für die Freilassung von Geiseln zuständig ist. Zum Hintergrund: Trump setzt sich für verfolgte Christen ein, insbesondere in Westafrika. Auch die Lage der Christen im Nachbarland Nigeria thematisiert er immer wieder.

„Der Herr war gegenwärtig und treu“

In einer von Rideouts Missionswerk „Serving In Mission“ (SIM) verbreiteten Erklärung äußerten sich er und seine Ehefrau Krista dankbar über die Wiedervereinigung der Familie. „Nach diesen vielen Monaten der Trennung gibt es kaum Worte, die ausdrücken können, was es bedeutet, einfach wieder vereint zu sein“, heißt es darin. Man sei der US-Regierung sowie allen, die unermüdlich für eine sichere Freilassung gearbeitet hätten, zutiefst dankbar. Ebenso dankten sie SIM für die beständige Fürsorge und Unterstützung sowie den „unzähligen Freunden, Gemeinden und Brüdern und Schwestern in Christus, die den Herrn treu um Kevins Schutz und Freilassung gebeten haben“. Durch die Zeit der Entführung habe die Familie besonders die Bibelstelle im fünften Buch Mose 31,6 getragen: „Seid getrost und unverzagt, fürchtet euch nicht und lasst euch nicht vor ihnen grauen; denn der HERR, dein Gott, wird selber mit dir ziehen und wird die Hand nicht abtun und dich nicht verlassen.“ Die Wahrheit dieser Verheißung habe man „auf sehr reale Weise“ erfahren. „Auch in den schwersten und ungewissesten Momenten war der Herr gegenwärtig und treu.“ Trotz der Entführung bekundete das Ehepaar seine anhaltende Verbundenheit mit dem westafrikanischen Land: Seit Jahrzehnten habe Gott ihm eine tiefe Liebe zu Niger und dessen Bewohnern geschenkt, „unter denen zu leben und zu dienen wir das Vorrecht hatten“. Beide seien tief in ihr Leben und in die Berufung eingewoben, die Gott ihnen gegeben habe.

20 Jahre im Dienst für SIM

Rideout war in der Nacht zum 22. Oktober 2025 von drei bewaffneten Männern in Niamey, der Hauptstadt des Niger, verschleppt worden. Nach Angaben der Nachrichtenplattform „Christian Post“ geschah dies vor seinem Haus und nur wenige Hundert Meter vom Präsidentenpalast entfernt. Über die genauen Hintergründe der Entführung war zunächst nichts bekannt; einige Medien vermuteten Dschihadisten als Täter. Auch über die Hintergründe seiner Freilassung wurde offiziell noch nichts bekanntgegeben. Rideout ist nach Angaben der „Christian Post“ seit 20 Jahren für SIM tätig und arbeitete seit 2010 im Niger. Als Pilot transportierte er dort Personal, Hilfsgüter und Ausrüstung für humanitäre Projekte in den Bereichen Bildung und Gesundheit. Zuvor war er kommerziell als Pilot tätig und leitete in einer Baptistengemeinde in Charlotte (US-Bundesstaat North Carolina) die Bibelstunde. Während der Gefangenschaft hatten zahlreiche Christen in den USA und weltweit zum Gebet für Rideout aufgerufen, darunter der Evangelist und Präsident der Billy-Graham-Gesellschaft, Franklin Graham (Charlotte), sowie der US-Kongressabgeordnete und Baptistenpastor Mark Harris (Republikaner). SIM wurde 1893 gegründet und hat nach eigenen Angaben rund 4.000 Mitarbeiter in 70 Ländern. Für Deutschland dient das Missions- und Hilfswerk DMG interpersonal (Sinsheim/Nordbaden) als SIM-Büro. Auf dem Weltverfolgungsindex 2026 des christlichen Hilfswerks Open Doors steht Niger auf Platz 26 der 50 Länder, in denen Christen am stärksten verfolgt werden. Von den rund 29 Millionen Einwohnern sind 96 Prozent Muslime und 0,3 Prozent Christen.