26.10.2026

Deutschland: Jugendproteste am 31. Oktober - Christen zum Gebet aufgerufen

Evangelische Allianz: Am Reformationstag sollen nicht Wut und Chaos herrschen

Bad Blankenburg/Augsburg (IDEA) – Christliche Organisationen rufen angesichts der angekündigten Jugendproteste am Reformationstag (31. Oktober) zum Gebet auf. Die Initiative „GenZ regelt“ hat Demonstrationen in 23 deutschen Städten angekündigt. Die Generation Z umfasst die Jahrgänge von etwa 1995 bis 2010. In einem Aufruf der Initiative heißt es: „Wir sind junge Menschen, die nicht länger zusehen wollen, wie über unsere Zukunft entschieden wird, ohne dass wir gehört werden.“ Am 31. Oktober gehe man auf die Straße „für Bildung, Gesundheit, Klimaschutz und ein bezahlbares Leben, gegen die Wehrpflicht und gegen einen Sparkurs auf unserem Rücken“. Innenpolitiker von CDU/CSU und SPD warnten angesichts der jüngsten Gewalt in Frankreich davor, dass Extremisten die Demonstrationen unterwandern und für Ausschreitungen sorgen könnten. Die Evangelische Allianz in Deutschland (EAD/Bad Blankenburg) lädt Christen in einem Aufruf dazu ein, für Frieden, Besonnenheit und ein respektvolles Miteinander in Deutschland zu beten: „Lasst uns für unsere Städte und Gemeinden eintreten, für Frieden auf den Straßen, für den Schutz von Familien, Kindern und älteren Menschen. Dass am Reformationstag nicht Wut, Chaos und Zerstörung gefeiert werden, sondern die versöhnende und lebensschaffende Kraft des Evangeliums sichtbar wird.“ Die Allianz ruft ferner dazu, besonders für die Mitarbeiter bei Polizei, Feuerwehren und Rettungsdiensten zu beten. Weiter heißt es: „Lasst uns auch für alle Menschen beten, die sich in diesen Tagen verunsichert, bedroht oder belastet fühlen. Insbesondere bitten wir um Schutz für jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger sowie für jüdische Gemeinden und Einrichtungen.“

Aktion „GenZ betet“

Daneben veranstalten mehrere Organisationen am Reformationstag die Aktion „GenZ betet“. Im Aufruf auf der Internetseite heißt es: „Wir sind eine Generation, die nicht nur zuschauen, sondern Zukunft gestalten will. Eine Generation, die glaubt, dass Gebet mehr bewegen kann als Krawall und dass Versöhnung stärker ist als Spaltung.“ Als breites ökumenisches Netzwerk stehe man für ein Miteinander der Generationen, für friedlichen Dialog und für eine Kultur der Nächstenliebe. Die Aktion richtet sich an alle Altersgruppen. Zum Trägerkreis gehören unter anderem das Gebetshaus Augsburg, das Missionswerk Campus für Christus, die freikirchliche Gemeindebewegung ICF und der Jugendkongress „Christival 28“. Neben Gebetstreffen an zahlreichen Orten gibt es auch einen Livestream auf YouTube.