28.08.2026

Nepal: Zwei Kirchen von Fluten weggespült

Mehr als 125 Christen sollen ums Leben gekommen sein

Timure (IDEA) – Die schweren Sturzfluten und Erdrutsche in Nepal haben zwei Kirchen im Distrikt Rasuwa zerstört. Die Kirchengebäude, die sich in der Ortschaft Timure befanden, seien von den Wassermassen weggespült worden, teilte die Weltweite Evangelische Allianz (WEA) mit. In der Ortschaft befanden sich zuvor insgesamt sechs Kirchen. In aktuellen Berichten über die Katastrophe ist von mehr als 125 toten Christen die Rede. Eine offizielle Bestätigung stehe noch aus, da die Such- und Erkundungsarbeiten andauerten. Besonders betroffen sind laut WEA die Regionen um Timure und Syabrubesi. Straßen, Brücken, Häuser und weitere Infrastruktur wurden zerstört, zahlreiche Menschen werden vermisst. Nach Angaben der lokalen Kirchenvertreter sind mehr als 8.000 Menschen in den Regionen von unterbrochenen Kommunikationsverbindungen betroffen. Viele Gebiete seien ohne Strom und ohne zuverlässigen Mobilfunk- oder Radioempfang. Die Katastrophe habe mehr als 40 Prozent der Straßen in den betroffenen Regionen zerstört oder schwer beschädigt.

Kirchen leisten Nothilfe

Die Nothilfe werde von der National Christian Fellowship of Nepal (NCFN) und der Nepal Christian Society (NCS) von der Hauptstadt Kathmandu aus koordiniert. Drei Teams seien mit Mountainbikes in die betroffenen Gebiete unterwegs, um den Bedarf zu erfassen. Pastoren öffneten die verbliebenen Gebäude für Nachbarn, die alles verloren hätten – „und tun das, während sie selbst um eigene Verluste trauern“, so der WEA-Bericht. Nach offiziellen Behördenangaben hat sich die Zahl der Todesopfer in Nepal und Tibet auf insgesamt mindestens 543 erhöht. Mehr als 1.400 Menschen gelten derzeit als vermisst. Von den rund 30 Millionen Einwohnern Nepals sind 65 Prozent Hindus, 14 Prozent Anhänger einheimischer Kulte, zwölf Prozent Buddhisten, fünf Prozent Christen und vier Prozent Muslime.