30.09.2026
Israel: Flugzeugentführung auf Flug nach Israel vereitelt
Maschine notgelandet
Das Notsignal eines Flugzeuges auf dem Weg nach Israel versetzt die Armee in Alarmbereitschaft. Offenbar wollte ein Pilot die Maschine über Tel Aviv abstürzen lassen.
(Von Israelnetz/ 30. September 2026) TEL AVIV (inn) – Ein Passagierflugzeug auf dem Weg von Dubai nach Tel Aviv hat am Mittwochmorgen für Alarm in der Region gesorgt: Die Maschine der Fluglinie Flydubai sendete ein Notsignal aus. Unbestätigten Berichten zufolge wollte der Co-Pilot das Steuer übernehmen und die Maschine mit 174 Passagieren an Bord über Tel Aviv abstürzen lassen.
Wie eine Passagierin später schilderte, stach einer der Piloten auf den anderen ein. Dem israelischen Sender „Kanal 12“ erklärte sie per Textnachricht: „Wir hörten Schreie im Flugzeug. Dann öffneten sie die Tür zum Cockpit und wir sahen Blut: Jemand hatte auf den Piloten mit einem Taschenmesser eingestochen.“
Das Flugzeug, eine Boeing 737 MAX, geriet in einen steilen Sinkflug von rund 5.200 Höhenmeter in einer Minute. Einige Passagiere hielten die dramatischen Momente an Bord auf Video fest.
Den Passagieren gelang es aber, den Angreifer zu überwältigen. Ein zweites Pilotenteam, das in Zivil an Bord war, brachte den Flieger unter Kontrolle.
Die Piloten führten eine Notlandung am Flughafen von Tabuk im Nordwesten Saudi-Arabiens durch. Auf Videoaufnahmen ist zu sehen, wie die Passagiere jubeln und applaudieren. Bilder aus dem Flugzeug zeigten Passagiere mit blutverschmierten T-Shirts. Außenaufnahmen zeigten außerdem, dass das Seitenruder des Flugzeugs beschädigt wurde, vermutlich durch den Sinkflug.
Israelischer Offizieller: Desaster verhindert
Ein israelischer Vertreter sagte dem Fernsehsender „Kanal 12“, ein Desaster von der Größenordnung der Anschläge vom 11. September sei verhindert worden. Medienberichten zufolge stammt der betreffende Pilot aus dem Oman und wird nun verhört. Neben einer Terrorabsicht besteht auch die Möglichkeit, dass sich der Pilot in einem geistigen Ausnahmezustand befand.
Der israelische Armeechef Ejal Samir hatte infolge des Notsignals eine Lagebesprechung abgehalten, bei der unter anderen Luftwaffenchef Omer Tischler zugegen war. Die Luftwaffe ließ zwei Kampfjets aufsteigen, nachdem das Passagierflugzeug kurz nach halb neun Ortszeit ein Notsignal mit dem Code 7500 für eine Entführung ausgesandt hatte. (df)