03.01.2020

Komoren: Weihnachtsfeiern bei Strafandrohung verboten

Christen auf den Komoren erleben bedrückende Festtage

(Open Doors) Auf den Komoren, einer Inselgruppe vor der Küste Ostafrikas, wurden kurz vor Weihnachten alle Bürger des Landes in einer Erklärung davor gewarnt, Weihnachten zu feiern. Derartige Feiern seien, so der Generaldirektor für Islamische Angelegenheiten in dem offiziellen Dokument, „gleichbedeutend mit Korruption und moralischer Dekadenz“ und „mit den islamischen Werten, Prinzipien und der islamischen Zivilisation unvereinbar.“ Und weiter: „Das Ministerium für Islamische Angelegenheiten, das Justizministerium, das Innenministerium, das Informationsministerium und der Mufti verurteilen und verbieten hiermit alle Feiern, Zeremonien und Aktivitäten im Zusammenhang mit Weihnachten an allen öffentlichen Orten, Hotels, Clubs und Häusern […]. Das Ministerium für Islamische Angelegenheiten weist die Sicherheitsbehörden […] an, alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um alle Teilnehmer an christlichen Aktivitäten zu verhaften und ihre Treffen zu verhindern.“ Auf den Komoren ist der Islam seit 2009 Staatsreligion; 0,5 % der Einwohner sind laut der World Christian Database Christen. Derzeit wird das Land nicht auf dem Weltverfolgungsindex von Open Doors geführt.

Beten Sie für die Christen auf den Komoren, dass sie trotz des Drucks an ihrem Glauben festhalten und genügend Möglichkeiten finden, gemeinsame Gottesdienste zu feiern.

Quellen: Open Doors, AFP