03.01.2020

Nigeria: Terror und Hinrichtungen

Aus Nigeria wurden gleich zwei blutige Vorfälle während der Weihnachtstage gemeldet. Die ISWAP-Fraktion von Boko Haram gab die Hinrichtung von elf Männern am Weihnachtstag bekannt, die sie zuvor gefangen genommen hatte. Laut dem Journalisten Ahmed Salkida hat die Gruppe ein Video von der Hinrichtung veröffentlicht. In einem Anfang Dezember 2019 erschienenen ersten Video hatten die Männer die Regierung und die „Christian Association of Nigeria“ (CAN) um Hilfe bei ihrer Freilassung gebeten. Während ISWAP behauptet, alle Opfer seien Christen gewesen, glaubt Salkida nach eigenen Analysen, dass drei von ihnen Muslime waren. ISWAP begründete die Tat mit der Tötung ihrer Anführer Abu Bakr al-Baghdadi und Abu al-Hassan al-Muhadschir in Syrien sowie mit der Weigerung der nigerianischen Regierung, einen Austausch der Geiseln mit inhaftierten Boko-Haram-Mitgliedern durchzuführen.

Bei einem weiteren Vorfall stürmten laut einer Meldung der Nachrichtenagentur AFP dutzende Kämpfer von Boko Haram am Heiligabend das Dorf Kwarangulum, etwa 16 km von Chibok entfernt. Sie schossen auf flüchtende Einwohner und setzten Häuser sowie eine Kirche in Brand, nachdem sie die Nahrungsvorräte geplündert hatten. „Sie töteten sieben Menschen und entführten ein Teenager-Mädchen“, sagte David Bitrus, Angehöriger einer örtlichen Bürgerwehr. Bereits im April hatte ein ähnlicher Angriff stattgefunden. Ein Open Doors-Mitarbeiter aus der Region bat, für die Dorfgemeinschaft und besonders für das entführte Mädchen zu beten.

Auf dem Weltverfolgungsindex steht Nigeria aktuell an 12. Stelle unter den Ländern, in denen Christen am stärksten wegen ihres Glaubens verfolgt werden.

  • Beten Sie um Schutz und neuen Mut auch für die Christen in Nigeria, die seit vielen Jahren von verschiedenen Gruppen terrorisiert werden.
  • Beten Sie für alle entführten Mädchen, dass Jesus ihren Glauben in der Gefangenschaft stärkt und ihnen die Freiheit zurückschenkt, aber auch um Trost für ihre Familien.

Quellen: Open Doors, AFP