04.08.2020

Weltweit: Lutherischer Weltbund: Wachstum im Süden, Rückgang im Norden

Mehr Mitglieder in Afrika und Asien, Rückgang in Nordamerika und Europa

Genf (idea) – Der Lutherische Weltbund (LWB) hatte Ende 2019 in seinen 148 Mitgliedskirchen rund 78 Millionen Mitglieder. Das sind 2,2 Millionen mehr als im Jahr 2017, als die Daten zuletzt erhoben wurden. Der Anstieg ist vor allem auf das Wachstum der Kirchen im Süden zurückzuführen. Das teilte der LWB in Genf mit. Weiterhin das größte Mitglied ist die Äthiopische Evangelische Kirche Mekane Yesus mit 10,4 Millionen Mitgliedern (2017: 8,7 Millionen). Die zweitgrößte Mitgliedskirche ist mit 7,9 Millionen Mitgliedern die Evangelisch-Lutherische Kirche in Tansania – sie wuchs um drei Prozent im Vergleich zu 2017. Auf dem dritten Platz folgt die Schwedische Kirche mit 5,9 Millionen Mitgliedern (2017: 6,1 Millionen). Mit Blick auf die sieben LWB-Regionen war das größte Wachstum in Asien zu verzeichnen: Die 55 Mitgliedskirchen wuchsen um neun Prozent auf 12,4 Millionen Mitglieder. In Afrika gab es einen Anstieg bei den 31 Mitgliedskirchen um 7,6 Prozent auf 28,1 Millionen. In Nordamerika hingegen schrumpften die beiden LWB-Mitgliedskirchen in Kanada und den USA leicht um 20.000 auf 3,65 Millionen Mitglieder. In Lateinamerika und der Karibik verzeichneten die 19 Mitgliedskirchen einen leichten Rückgang auf 755.924 Mitglieder (- 1 Prozent). In den drei LWB-Regionen in Europa haben die 41 LWB-Mitgliedskirchen zusammengenommen 32,9 Millionen Mitglieder: Das entspricht einem Rückgang um 2,1 Prozent im Vergleich zu der 2017 erhobenen Zahl (33,6 Millionen). In Deutschland haben die elf LWB-Mitgliedskirchen zusammengenommen 11,1 Millionen Mitglieder. Damit ist Deutschland weltweit das Land mit den meisten lutherischen Christen.