07.08.2020

Estland: Evangelistische Radio Arbeit

(Licht im Osten) Ein Mitarbeiter  schreibt: „Meine Frau und ich planen, in diesem Jahr bei einer Teenagerfreizeit mitzuarbeiten, um eine recht kleine Gemeinde in diesem Dienst zu unterstützen. Außerdem wollen wir bei einer Familienfreizeit mitarbeiten, weil wir sehen, dass auf diesem Gebiet bei uns in Estland ein großer Bedarf besteht. Wir re-den sogar davon, dass wir im nächsten Jahr zwei Familienfreizeiten planen sollten, denn es können bei weitem nicht alle Interessierte an einer solchen Freizeit teilnehmen. In diesem Jahr brauchten wir nur zwei Stunden, um alle Teilnehmer zu registrieren. Alle Plätze waren im Nu belegt. Jemand bat uns unter Tränen, sie doch auch noch aufzunehmen. ‚Wir brauchen es wirklich‘, sagten sie, ‚unsere Ehe steht kurz vor der Scheidung.‘“ Bitte beten Sie
 dafür, dass Alexej Müller und seine Frau bei den Sommereinsätzen Teenagern und Ehepaaren den Weg zu Christus weisen und ihnen seelsorgerlich helfen können.
„Estland lockert nach und nach die Quarantäne und hebt von Woche zu Woche die Einschränkungen wieder auf. Die Zeit der Isolation hat deutlich gemacht, welche Bedeutung das Radio für die christliche Gesellschaft hat. Die Kirchen waren geschlossen oder hatten auf online umgestellt, und viele Menschen waren gezwungen, zuhause zu bleiben. Gerade in dieser Situation war das Radio für die älteren Menschen die einzige Möglichkeit, geistliche Unterstützung zu erhalten. Erst jetzt wurde uns klar, warum die Radioarbeit nicht zum 1. Januar [aus finanziellen Gründen] eingestellt worden ist. Uns ist bewusstgeworden, wie sehr es an der Gnade und Barmherzigkeit Gottes lag, dass wir in dieser schweren Zeit die Sendungen fortsetzen konnten. Wir bekommen weiterhin Briefe, SMS und Anrufe aus dem In- und Ausland. Hier eines der markantesten Beispiele: ‚Friede Ihnen, liebe Freunde. Danke für Ihre evangelistische Arbeit. Sie wer-den derzeit so sehr gebraucht wie nie zuvor, sowohl von uns wie auch von allen Völkern. Die Kirchen sind geschlossen worden, Versammlungen sind verboten, aber Hören – das kann uns niemand verwehren … Meine Frau und ich und die ganze Gemeinde – wir beten für Sie. Wir hören Ihre Sendungen auf Mittelwelle. Das Internet ist hier auf dem Land sehr schwach, soviel ich weiß, können wir nichts über das Internet empfangen. Vielen Dank – möge der Herr Sie bewahren. In Liebe, Nikolaj aus Weißrussland.‘ Im Zusammen-hang mit den aktuellen Ereignissen erscheint uns die Bedeutung dieser Ausrichtung der Radioarbeit immer wichtiger. Während das digitale Format leicht zu kontrollieren und bei Bedarf auch zu blockieren ist, ist im Unterschied dazu die Mittelwelle in gewissem Sinn ‚un-abhängig‘ und kann deshalb für Christusgläubige im postsowjetischen Raum von großem Nutzen sein. Unter unseren Hörern gibt es Menschen mit Behinderung, einsame Menschen und Personen, die aus unterschiedlichen Gründen nicht in der Lage sind, eine Gemein-de zu besuchen. Für sie ist das Radio die einzige Möglichkeit, Kon-takt zur Gemeinschaft von Christen aufrecht zu erhalten und Unterstützung für das eigene geistliche Leben zu bekommen.“
 Bitte beten Sie um die weitere Finanzierung dieser Radioarbeit, dafür, dass sie weitergeführt werden kann und noch vielen Menschen zum Segen wird, dass durch sie Menschen zum Glauben an Christus finden und Gläubige geistlich gestärkt und ermutigt werden.