08.07.2020

USA: Mehrheit will „weißen Jesus“ nicht entfernen

Deutliche Mehrheit glaubt an Jesus als Gottes Sohn

Asbury Park (idea) – Eine Mehrheit von 69 Prozent der US-Amerikaner lehnt es ab, Statuen, Bilder und Kirchenfenster zu zerstören, die Jesus als „weißen Europäer“ darstellen. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Rasmussen Reports (Asbury Park, US-Bundesstaat New Jersey). Die Befragung basiert auf einer Forderung des früheren Pastors und Aktivisten der US-Bürgerrechtsbewegung „Black Lives Matter“ (Schwarze Leben zählen), Shaun King (New York). Er hält die Darstellungen für Symbole der weißen Vorherrschaft, rassistische Propaganda und Werkzeuge der Unterdrückung. Laut Rasmussen Reports stimmen ihm 13 Prozent der Befragten zu, 18 Prozent sind unentschlossen. Die höchste Zustimmung erhielt die Forderung unter der schwarzen Bevölkerung (31 Prozent), während weiße Befragte am seltensten zustimmten (neun Prozent).

65 Prozent glauben, dass Jesus als Gottes Sohn den Sühnetod starb

Die Meinungsforscher fragten auch nach dem Glauben der Teilnehmer. 65 Prozent stimmten der Aussage zu „Jesus Christus war der Sohn Gottes, der auf die Erde kam, um für unsere Sünden zu sterben“. Rund jeder Fünfte (22 Prozent) lehnt diese Glaubensüberzeugung ab, 13 Prozent sind sich nicht sicher. Vor vier Jahren lag die Zustimmung zu dieser Aussage noch bei 77 Prozent. Mehr als die Hälfte der Amerikaner (52 Prozent) ist davon überzeugt, ihr Land wäre ein besseres, wenn die Mehrheit der Bürger regelmäßig Gottesdienste besuchte. Neun Prozent denken das Gegenteil. Rasmussen Reports befragte 1.000 US-Bürger per Telefon und über das Internet.