08.07.2020

USA: Prominente Schriftsteller warnen vor Zensur und Berufsverboten

Joanne K. Rowling und andere: Intoleranz greift immer weiter um sich

New York (idea) – In den USA und anderen Ländern herrscht zunehmend ein Klima der Intoleranz. Diese Ansicht vertreten über 150 prominente Schriftsteller in einem offenen Brief, der auf der Internetseite der US-Zeitschrift „Harper‘s Magazine“ (New York) veröffentlicht wurde. Zu den Unterzeichnern gehören unter anderen die Autoren Joanne K. Rowling, Daniel Kehlmann, Margaret Atwood und Salman Rushdie. Die Forderung nach mehr Gleichheit und Integration in der Gesellschaft führe immer öfter dazu, dass eine offene Debatte zugunsten „ideologischer Konformität“ unterdrückt werde, heißt es in dem Text. So würden Journalisten entlassen, weil sie umstrittene Artikel verfasst hätten. Es gebe Ermittlungsverfahren gegen Professoren, weil sie umstrittene Literaturwerke im Unterricht zitiert hätten. Das führe zu einer „erstickenden Atmosphäre“, in der „Schriftsteller, Künstler und Journalisten um ihren Lebensunterhalt fürchten, wenn sie vom Konsens abweichen“. Diese Tendenz schade der Demokratie. „Wir müssen uns die Möglichkeit bewahren, Meinungsverschiedenheiten in gutem Glauben und ohne schlimme berufliche Konsequenzen auszutragen“, so der Aufruf.