12.11.2020

Mosambik: Gouverneur von Cabo Delgado dementiert Massaker

Katholischer Bischof von Pemba bestätigt Zuspitzung der Situation und “dramatische Lage”

Maputo (Fides) - Der Gouverneur der nordmosambikanischen Provinz Cabo Delgado, Valige Tauabo, dementiert Berichte der lokalen Presse und die Nachricht von einem Massaker, bei dem mehr als 50 Menschen im Dorf Muatide im Distrikt de Muidumbe, angeblich “auf einem Fußballfeld, das zum Vernichtungslager wurde, hingerichtet wurden“.
Der Gouverneur betont, dass es in der von ihm verwalteten Provinz in letzter Zeit keine Massaker durch Terroristen gegeben habe, und bekräftig, dass das letzte Massaker der Zentralafrikanischen Provinz des Islamischen Staates (ISCAP) am vergangenen 6. April begangen wurde.
"Am 6. April wurde das Massaker an 53 jungen Menschen verübt. Dies war in der die Geschichte der Provinz als eines der schwersten Massaker dieser Terroristen", so der Gouverneur von Cabo Delgado und fügte hinzu, dass die jungen Männer ermordet wurden weil „sie sich weigerten, in den Reihen der bewaffneten Gruppe zu kämpfen".
Valige Tauabo fügte hinzu, dass "die Gewalt der Dschihadisten uns sehr beunruhigt, weil die Terroranschläge viel physischen und moralischen Schaden anrichten" und „Terroristen Häuser verbrennen, öffentliche Infrastruktur zerstören und Trauer verursachen".
Nach Angaben der Regierung befindet sich trotz der Ausbreitung von Terroranschlägen und der Isolation einiger Teile der Provinzen kein Gebiet unter der Kontrolle der bewaffneten Gruppe.
Bischof Luiz Fernando Lisboa von Pemba, berichtet jedoch, dass sich der Konflikt in der Region verschärft hat, zum Beispiel sind allein im letzten Monat 13.000 bis 14.000 Menschen in den Flüchtlingscamps in Metuge angekommen, viele von ihnen auf rund 200 kleinen Booten. „Es ist eine dramatische Situation für die Menschen, die vor dem Krieg fliehen und ihre Dörfer und ihre Inseln verlassen. Um eine Vorstellung davon zu geben: In den letzten zwei Tagen hat der Bezirk Muidumbe in sieben Dörfern sieben Angriffe erlitten. Die Menschen sind gezwungen, im Busch zu schlafen. Diejenigen, die mit dem Boot fliehen, verbringen bis zu 3, 4, 5 Tage auf See und kommen hungrig und dehydriert an“, berichtet der Bischof.
(L.M.) (Fides 12/11/2020)