13.06.2020

Iran: Lang erwartete Berufungsverhandlung

des iranischen Pastors Victor Bet-Tamraz und seiner Frau Shamiram Issavi wurde von einem Teheraner Gericht auf den 1. Juni verschoben.

Es wurde keine Erklärung für die erneute Verzögerung gegeben, während früher vorgegeben wurde, dass nicht jeder Angeklagte offiziell vorgeladen werden konnte, dass das Gericht „zu überfüllt“ sei und dass ein neuer Richter mit dem Fall betraut wurde. Zahlreiche Verhandlungstermine wurden anberaumt und wieder verschoben, seit das Ehepaar verurteilt wurde. Pastor Victor wurde im Juli 2017 zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt wegen „Handlungen gegen die nationale Sicherheit“, weil er Hausgottesdienste organisierte und durchführte. Shamiram wurde im Januar 2018 zu fünf Jahren Haft verurteilt, wegen „Handlungen gegen die Nationale Sicherheit“, weil sie kleine Gruppen organisiert hatte, an einem Seminar im Ausland teilnahm und angeblich Gemeindeleiter und Pastoren dazu ausbildete, als „Spione“ zu agieren.

Das Gericht verschob außerdem das Berufungsverfahren von drei christlichen Konvertiten, das für den 1. Juni anberaumt worden war. Hadi Asgari, Kavian Fallah-Mohammadi und Amin Afshar-Naderi müssen mit Haftstrafen von zehn bis 15 Jahren rechnen. Keinem der Christen wurde ein neuer Verhandlungstermin genannt. Pastor Victor hatte eine assyrische Pfingstgemeinde in Teheran geleitet, wurde aber gezwungen, die Sprache von Farsi nach Assyrisch zu wechseln. Pastor Victor hielt dann die Farsi-Gottesdienste im Untergrund. Die meisten Iraner sprechen. Christlicher Gottesdienst auf Farsi wird oft von den Behörden angegriffen, um Bekehrungen von Muslimen zum Christentum zu verhindern. Man rechnet damit, dass die Gottesdienste der assyrischen Christen normalerweise auf Assyrisch durchgeführt werden, was von den muslimischen Iranern nicht verstanden wird.

Quelle: Barnabasfund, übersetzt und bearbeitet für AKREF