14.06.2020

Brasilien: Das sich wandelnde Gesicht

Der Katholizismus kam mit der europäischen Kolonialisierung um 1500 nach Brasilien. Der Protestantismus begann in den 1900er Jahren Wurzeln zu schlagen. Diese bildete die Grundlage für die Bewegungen, die in den 1970er Jahren unter den Evangelikalen im Allgemeinen, besonders aber unter den Pfingstlern und vergleichbaren Gruppen explodierten.

Während die katholische Kirche im Niedergang begriffen ist, gehen viele, die sie verlassen, in die neueren protestantischen Kirchen. Jüngste Untersuchungen haben ergeben, dass 54% der Brasilianer, die katholisch erzogen wurden, sich jetzt als Protestanten identifizieren. Obwohl einige Merkmale des Pentekostalismus (Pfingstler) mit den traditionellen Überzeugungen und Präferenzen vieler Brasilianer übereinstimmen, evangelisieren diese neueren Kirchen nicht nur mit dem Evangelium, sondern führen auch Rehabilitationsprogramme für Drogenabhängige und andere gefährdete Menschen und Obdachlose durch.
Dieser Rückgang an katholischen Anhängern und der Anstieg an protestantischen Anhängern ist auch in anderen Ländern Südamerika  zu beobachten. In mittelamerikanischen Ländern wie Guatemala, Honduras, Nicaragua und El Salvador identifiziert sich inzwischen ein Drittel der Bevölkerung als Protestanten.  

  Quelle: Snyder von Bridgeway Publications  Juni 2020