16.06.2020

Deutschland: Familie ergaunert Spende von Kirchengemeinde

Sie gab vor, ein todkrankes Kind zu haben

Köln (idea) – Eine Familie in Köln hat von einer Kirchengemeinde eine Bargeldspende in vierstelliger Höhe ergaunert. Das teilte die Polizei Köln mit. Die 24-jährige Mutter habe den Pfarrer der Gemeinde um Geld gebeten, weil sie die Behandlungskosten für ihren schwer erkrankten dreijährigen Sohn nicht bezahlen könne. Zum Beweis habe sie angebliche ärztliche Unterlagen der Uniklinik Köln vorgelegt. Der Pfarrer habe ihr daraufhin das Geld übergeben. Später habe er Verdacht geschöpft und sich an die Uniklinik gewandt, die die Dokumente als Fälschung entlarvte. Als die Mutter wenig später wieder um Geld bat, habe der Geistliche die Polizei informiert. Bei einer zum Schein vereinbarten Geldübergabe seien neben der Betrügerin ihr 19-jähriger Bruder und ihr 46-jähriger Vater festgenommen worden. Die Mitglieder der aus Südosteuropa stammenden Familie seien der Polizei bereits wegen anderer Straftaten bekannt. Sie müssten sich nun in einem Strafverfahren wegen Betrugs verantworten, so die Polizeimitteilung.