18.10.2020

Tunesien: Kampf um Anerkennung

Verglichen mit anderen Ländern in der Region ist Tunesien (98% Muslime) relativ offen und selbst die Islamisten gelten als „gemäßigter“ als die in anderen nordafrikanischen Ländern. Die Verfassung garantiert Religionsfreiheit, obwohl die Scharia einen bedeutenden Platz einnimmt im Familienrecht. In Zivilsachen hingegen können Akademiker, Gewerkschaften, Medien, Journalisten und Rechtsanwälte offener agieren.

Die christliche Gemeinschaft in Tunesien besteht meist aus Ausländern, besonders aus Afrika, obwohl auch tunesische Konvertiten aus dem Islam und deren Kinder dazu gehören. Innerhalb des Religionsministeriums gibt es eine jüdische Gruppe, die von einem Rabbiner geleitet wird, aber keine christliche Gruppe, obwohl das Land mehr Christen als Juden hat. Kirchen werden nicht an ihrer Arbeit gehindert, haben aber keinen legalen Status und können deshalb keine Grundstücke besitzen. Die Gläubigen beten um richtige Anerkennung und dass ihre Religionsfreiheit in der Praxis genauso bekräftigt wird wie in der Verfassung.

Quelle: Barnabasfund /WORLDNEWS 262/ übersetzt und bearbeitet AKREF