19.08.2020

Pakistan: Verhaftung eines Christen wegen "Blasphemie"

Der Christ Sohail Masih wurde von einem muslimischen Mullah beschuldigt, den Islam auf einem Facebook-Posting angeblich beleidigt zu haben

Sohail Masih aus Abidabad aus der Punjab Region

Ein wütender muslimischer Mob drang am 5. August in eine pakistanische Polizeistation ein, nachdem ein Christ wegen angeblicher "Blasphemie" in der Provinz Punjab verhaftet worden war.

Sohail Masih aus Abidabad, Nowshera Virkan, wurde von einem örtlichen muslimischen Führer beschuldigt, den Islam in einem Facebook-Posting beleidigt zu haben.

Eine vor der Polizeistation versammelte Menschenmenge wurde wütend, als sie hörte, dass ein Fall gegen Sohail nicht registriert worden war, einige drangen mit Gewalt hinein.

Sohail wurde später gemäß Abschnitt 295-A und 295-C des pakistanischen Strafgesetzbuchs angeklagt. Auf die Anklage wegen "Schändung des Namens" Mohammeds (295-C) steht die Todesstrafe.

Es wurden zusätzliche Polizisten in das Gebiet geschickt, um Ausbrüche von Gewalt gegen Christen durch wütende muslimische Mobs zu verhindern, die frühere "Blasphemie"-Verhaftungen kennzeichneten. Selbst wenn die angeklagten Christen von den "Blasphemie"-Beschuldigungen freigesprochen worden sind, wird es für sie wegen der Bedrohung durch die örtliche muslimische Gemeinde möglicherweise niemals sicher sein, nach Hause zurückzukehren.

 

Bis heute ist noch niemand nach dem "Blasphemie"-Gesetz hingerichtet worden, aber eine Reihe von Christen und anderen wurden zum Tode verurteilt. Asia Bibi, die mehr als neun Jahre im Gefängnis saß und wegen "Blasphemie" zum Tode verurteilt wurde, wurde im Oktober 2018 vom Obersten Gerichtshof freigesprochen und später nach Kanada übersiedelt.

Quelle: Barnabas Fund, übersetzt und bearbeitet AKREF