20.02.2021

Afghanistan: Biblische Geschichten verändern Leben

Hunderte kleiner Gruppen treffen sich an den unterschiedlichsten Orten in Afghanistan, um die Bibel kennenzulernen. Durch das Erzählen biblischer Geschichten werden vor allem Frauen erreicht. Mary zum Beispiel.

Hilfsaktion Märtyrerkirche Deutschland/Februar 2021 - Mary wurde von ihrer Familie verstoßen, nachdem sie zu Jesus gefunden hatte. Jetzt ist es ihr größtes Anliegen, das Evangelium weiterzusagen und ihrem Volk die gute Nachricht zu bringen. Ganz im Stillen macht sie Frauen in Afghanistan zu Jüngern Jesu.

Warum die Burka hilft

Wenn Mary aus dem Haus geht, trägt sie eine kornblumenblaue Burka. Das Tragen der den ganzen Körper bedeckenden Burka ist in Afghanistan Vorschrift, auch wenn diese nicht mehr ganz so strikt befolgt wird. Mary trägt die Burka aber ganz bewusst. So fällt sie nicht auf, sondern ist einfach nur irgendeine afghanische Frau, die unerkannt durch die Stadt gehen und andere Frauen ganz unauffällig mit dem Evangelium erreichen kann.

Frauen und Männer leben in Afghanistan in verschiedenen Welten. Die Lebenswelt der Frau ist fast ausschließlich das Haus, hier kann Mary sich einigermaßen ungestört mit ihnen treffen. Auf dem Wohnzimmerteppich sitzend benutzt sie eine bestimmte Methode, um den Frauen die Bibel erzählerisch nahezubringen und mit ihnen darüber zu sprechen. So geht sie die einzelnen Abschnitte der Bibel durch, einen nach dem anderen.

Diese Methode ist sehr effektiv. Die Frauen beginnen mit dem Erlösungsplan Gottes. Sie entdecken, wie der Retter in den Geschichten offenbart wird. Wenn sie zum Neuen Testament kommen und Jesus in den Evangelien begegnen, wissen sie bereits, wer er ist.

Das Geschenk ist größer als das Risiko

Am Ende fragt Mary die Frauen, ob sie bereit sind, Nachfolgerinnen Jesu zu werden. Die Frauen kennen das Risiko, das damit verbunden ist. Aber das großartige Geschenk der Rettung, das ihnen in Jesus angeboten wird, ist ihnen wichtiger. Viele Frauen beginnen die Bibel zu lesen und erleben, dass Gott zu ihnen spricht.

Nachdem die Frauen ihr Leben Jesus anvertrauen, fangen sie an, auch anderen von Jesus zu erzählen. So bilden sich kleine Gruppen von Gläubigen, die sich zum Beten und gegenseitigen Ermutigen treffen.

Eine der Frauen, die durch Marys Einsatz zum Glauben kam, führte später ihre Schwester zu Jesus und diese dann wiederum ihre Mutter. Beziehungen wie diese sind der Anfang von neuen Hausgemeinden in Afghanistan.

Soziale Medien wie das Internet überhaupt sind effektive Werkzeuge, um das Wort Gottes in Länder mit stark eingeschränkter Religionsfreiheit zu bringen. So finden auch immer mehr Afghanen über das Internet zum Glauben an Jesus.

Quelle: Hilfsaktion Märtyrerkirche Deutschland

https://www.verfolgte-christen.org/erleben-mitfuehlen/magazin/aktuelle-ausgabe/februar-2021/biblische-geschichten/