16.03.2004

VATIKAN / CHINA

Chinesischer Bischof der Untergrundkirche wieder freigelassen

VATIKAN / CHINA

Chinesischer Bischof der Untergrundkirche wieder freigelassen

VATIKAN, 17. März 2004 (ZENIT.org). - Bischof Wei Jingyi aus der chinesischen Untergrundkirche ist nach einem unverzüglichen Protest des Vatikans nach zehn Tagen Haft wieder frei gelassen worden.

Gestern meldete die Agentur für Auslandsmission in Paris "Eglise d´Asie" (EDA, eglasie.mepasie.org)" in einem Telegramm, dass Bischof Wei Jingyi am 14. März in die Freiheit entlassen worden ist. Mehreren katholischen, chinesischen Berichten zufolge, ist Wei Jingyi, Bischof der Diözese Qiqihar in der Provinz Heilongjiang, seit dem Nachmittag des 14. März wieder auf freiem Fuß. Zehn Tage zuvor, am 5. März, war er von der chinesischen Polizei auf der Verbindungsstraße zwischen Flughafen Harbin und der Stadt Harbin, der Haupstadt Heilongjiangs, festgenommen worden. Der katholische Fahrer des Autos und die beiden französischen Gäste des Bischofs wurden ebenfalls der Polizei gestellt, am darauffolgenden Morgen aber wieder entlassen, so die EDA.

Der Vatikan reagierte sofort auf die Verhaftung von Bischof Wei. Joaquin Navarro-Valls, der Pressesprecher des Heiligen Stuhls, verlangte Erklärungen von der chinesischen Regierung: "Falls es gegen den festgenommenen Bischof Anklagepunkte geben sollte, müssen diese veröffentlicht werden, wie dies in jedem Rechtsstaat geschieht." Die katholischen Quellen berichten auch, dass der Bischof zwar freigelassen wurde, die Beamten jedoch die SIM Karte seines Mobiltelefons konfisziert haben. Bischof Wei sei auch nur deshalb so schnell wieder befreit worden, da der Bischof am 5. März in Begleitung von ausländischen Gästen war.
ZG04031702