01.04.2007

Großbritannien: Britische Christen fühlen sich diskriminiert

London / Großbritannien, 18.03.2007 - AKREF/ Wie der britische Nachrichtensender BBC
News mitteilte, werden laut einer Umfrage mehr als einer von fünf Christen in Großbritannien
wegen ihres Glaubens diskriminiert.
Die Befragung von 604 Personen, die sich selbst als Christen bezeichnen, ergab, dass sich 25%
bei der Arbeit diskriminiert fühlen. Eine von drei Personen sagte, das Bild ihrer Religion in den
Medien sei sehr diskriminierend dargestellt.
Diese Feststellungen gehen einher mit der Klage der Kirchen, dass christliche Werte, welche die
Gesetze Großbritanniens untermauern, zunehmend verfallen. Kirchenoberhäupter sagen, dieser
Prozess eines aggressiven Säkularismus führe zur Beeinträchtigung des Familienlebens.
"Zurückschlagen"
Reverend Malcolm Dincan von der Kampagne "Faithworks" sagte: "Die christliche Kirche
leidet mehr als alle anderen Glaubensrichtungen in Großbritannien. Es gibt eine aggressive,
säkulare Liga, die sagt, es sei in Ordnung, jedwede Gruppe zu unterstützen, deren Bezeichnung
mit "-ismus" endet, es jedoch nicht in Ordnung findet, etwas zu unterstützen, das mit dem
Christentum im Verbindung steht."
Die konservative Parlamentsministerin Ann Widcombe, Katholikin, sagte, Christen müssen sich
entscheiden, ob sie "zurückschlagen" oder die Diskriminierung hinnehmen wollten. "Ich glaube,
wir sollten zusammen halten und gegen diese Diskriminierung kämpfen", meinte die Politikerin.
Missstände erkennen
Der Korrespondent der BBC für Religionsfragen, Robert Piggott, sagte, der Grad der
Enttäuschung unter Christen über die Weise, wie ihr Glaube gesehen wird, wäre noch vor ein
paar Jahren undenkbar gewesen. Einige führende religiöse Persönlichkeiten meinten, sie hätten
den Eindruck, diese Ansicht sei übertrieben.
Der Bischof von Bolton, David Gillett, sagte, religiöse Angelegenheiten würden mehr
Aufmerksamkeit auf sich ziehen und dies führe zu einer größeren Wahrnehmung der
Diskrimination.
"Christen finden jetzt Lösungen, um öffentlichkeitswirksamer dagegen vorzugehen. Es ist eher
der Fall, dass diesen Fällen mehr Beachtung geschenkt wird, als dass es mehr Diskriminierung
gibt."
Übersetzung: AKREF/DL