08.08.2008
China: Behörden gehen vor Olympia weiter gegen Christen vor
(Open Doors) – 08. August 2008 – Vor der heutigen Eröffnung der Olympischen Spiele ging die Regierung gegen chinesische Christen vor. Chinesische Behörden haben den Hausgemeindepastor Zhang Mingxuan für die Dauer der Olympischen Spiele aus der Hauptstadt Peking verbannt. Etliche weitere Christen bleiben in Polizeigewahrsam oder werden schikaniert. Der South China Morning Post zufolge holten Polizisten in Zivil Zhan und seine Frau Xie Fenglan am 18. Juli gewaltsam aus einem Gästehaus in Peking und brachten sie nach Yanjiao in der Provinz Hebei. Sie sollen somit daran gehindert werden, sich mit Ausländern zu treffen, die die Olympischen Spiele besuchen.
Am 2. Juli vertrieben Behörden auch den christlichen Menschenrechtsaktivisten Hua Huiqi und seine Familie aus seiner Wohnung in Peking. Von weiteren Vorfällen im Stadtgebiet von Peking sowie in den Provinzen Gansu und Henan in den Monaten Juni und Juli wurde berichtet.
Am 6. Juli brachten Beamte Pastor Zhang Zhongxin aus dem Bezirk Jiaxiang in der Provinz Shandong für zwei Jahre in ein Umerziehungslager. Am 14. Juli durchsuchte die Polizei das Haus von Lu Xiaoai und beschlagnahmte christliche Literatur. Er gehört Zhang Zhongxin Gemeinde an. Auch ein weiteres Gemeindemitglied, Lian Dehai, wurde in Untersuchungshaft genommen. Danach erfolgten im Bezirk Jiaxiang weitere Hausdurchsuchungen bei Hausgemeindemitgliedern.