21.07.2008

Türkei: Erzbischof Zollitsch verlangt, dass Türkei Religionsfreiheit garantiert

Berlin/Deutschland, 21.07.2008 (KAP) Für einen möglichen EU-Beitritt der Türkei hat der Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch die Garantie von Religionsfreiheit und die Einhaltung der Menschenrechte gefordert. "Wenn es hier keine Rechtssicherheit gibt, dann kann die Türkei kein Teil des vereinten Europa werden", sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz nach Angaben der in Stuttgart ansässigen Redaktion "Kirche im Privatfunk-TV" (KiP-TV) in deren Talksendung "Alpha und Omega".

Nach den Worten des Erzbischofs ist es das selbstverständliche Recht der in Deutschland lebenden Immigranten aus der Türkei, eigene Gotteshäuser zu errichten. Das gleiche Recht müsse aber auch für Christen in der Türkei gelten. In Deutschland gebaute Moscheen sollten laut Zollitsch nicht größer sein als notwendig. Allzu hohe Minarette könnten in der Bevölkerung als aufdringlich empfunden werden und Distanz und Argwohn hervorrufen.

Zollitsch äußerte zugleich seine Sorge über die Aufgabe von katholischen und evangelischen Gotteshäusern - was von Beratungsfirmen den Kirchenleitungen in Deutschland aus "Kostengründen" nahegelegt wird. Damit werde das christliche Element in der Gesellschaft nicht mehr so deutlich sichtbar. Das sei ein Verlust für das Land. Nach Ansicht des Erzbischofs könnte die Glaubensstärke mancher Muslime dazu anstecken, "auch die eigene Form zu zeigen, verstärkt zu praktizieren und sich nicht zu sehr ins stille Kämmerlein zurück zu ziehen".

Quelle: Kathpress, Wien/Österreich
Recherche/Zusammenstellung: APD Schweiz.