03.06.2008

Belarus: Druck auf Orthodoxe wegen Verehrung von Märtyrern aus der Zeit der Sowjetunion

AKREF/JJ - 16. Mai 2008 -  In Belarus (Weißrussland) wenden sich die Behörden gegen das Gedenken an orthodoxe Christen, die in der Sowjetunion um ihres Glaubens willen ermordet wurden. Die Geheimpolizei forderte die Entfernung der Ikonen der neuen Märtyrer, wie diese in der orthodoxen Kirche genannt werden, aus der Kathedrale von Grodno. Vertreter des Geheimdienstes betrachten die Ikonen der neuen Märtyrer in Kirchen als „Aufwiegelung des Volks“. Die in einem Gespräch geäußerte Aufforderung, die Ikonen zu entfernen, war keine formelle Anordnung. Bischof Artemi von Grodno weigerte sich auch, dieser nachzukommen und erklärte den Geheimdienstbeamten, dass sie die Geschichte nicht umschreiben könnten. Der Geheimdienst beobachtet auch oft die Besucher der Massengräber der Opfer des Stalinismus in Kuropaty, unter denen sich vermutlich viele orthodoxe Christen befinden.

Quelle: Forum 18 News Service, Oslo