03.06.2008
China: Papst ermutigt Katholiken den Glauben «furchtlos» zu bekennen
Rom/Italien, 17.05.2008 (epd) Papst Benedikt XVI. hat die chinesischen Katholiken ermutigt, trotz Einschränkungen der Religionsfreiheit an ihrem Glauben festzuhalten. Am 24. Mai will er Vatikanangaben vom Freitag zufolge für diejenigen beten, «die in China unter täglichen Mühen weiter glauben, hoffen und lieben». An dem im vergangenen Mai von Benedikt ausgerufenen Weltgebetstag für die Kirche in der Volksrepublik will er die Hilfe der Gottesmutter Maria anrufen, «damit sie sich nie fürchten, der Welt von Jesus zu erzählen».
Der Papst forderte die chinesischen Katholiken in dem von ihm persönlich verfassten Gebetstext zudem auf, Rom die Treue zu halten. In seinem Brief an die chinesischen Katholiken vom 27. Mai 2007 hatte Benedikt Untergrundkatholiken und die staatlich kontrollierte Kirche zur Einheit aufgefordert. Gleichzeitig hatte er die Ernennung von katholischen Bischöfen in der Volksrepublik ohne Zustimmung des Vatikans kritisiert.
Bis zu 15 Millionen Chinesen gehören der katholischen Kirche an. Fünf Millionen davon entfallen auf die staatlich kontrollierte «Patriotische Vereinigung». Auch die Protestanten sind in China in eine staatlich anerkannte Kirche mit bis zu 18 Millionen Mitgliedern und mehrere Millionen Besucher von illegalen Hauskirchen gespalten.
Quelle: Evangelischer Pressedienst (epd), Frankfurt am Main