20.06.2008

Indonesien: Muslime schüchtern Christen ein

Islamische Extremisten bedrohen baptistischen Dorfpastor mit dem Tod

Indonesien: Muslime schüchtern Christen ein

Islamische Extremisten bedrohen baptistischen Dorfpastor mit dem Tod

J a k a r t a (idea) 06.06.2008 – In Indonesien mehren sich Übergriffe islamischer Extremisten auf Christen. So hat ein baptistischer Dorfpastor Todesdrohungen erhalten.Wie der Informationsdienst Compass Direct berichtet, konfrontierten Mitglieder der Extremistengruppe Islamische Verteidiger am 5. Juni Pastor Bedali Hulu, der eine Gemeinde im Dorf Pisangan (Provinz Banten) leitet. Sie drohten, ihn zu töten. Gemeindemitglieder, die sich in dem Ort in ihren Häusern zu Mahlzeiten und Andachten treffen, erleben seit längerer Zeit Widerstand. Hulu hatte die Gemeinde im Juni 2005 gegründet und Gottesdienste in seinem Haus abgehalten. Bis Weihnachten 2006 verliefen sie ohne Störung. Dann begannen die Islamischen Verteidiger laut Compass Direct eine Einschüchterungskampagne. In jüngster Vergangenheit ist es in Indonesien wieder zu teilweise grausamen Übergriffen islamischer Extremisten gekommen. So wurden in der überwiegend von Christen bewohnten Ortschaft Horale auf der Insel Seram (Südliche Molukken) vier Christen gefoltert und getötet und 56 verletzt. Muslimische Extremisten brannten zudem am 2. Mai 120 Häuser, drei Kirchen und die Dorfschule nieder, berichtete das Hilfswerk Barnabas Fund (Pewsey/Südwestengland). Den Angaben zufolge wurden drei der vier Todesopfer die Kehle durchgeschnitten. Zwischen 1999 und 2001 habe die Region bereits intensive christenfeindliche Gewalt erlebt. Von den rund 220 Millionen Einwohnern Indonesiens sind etwa 80 Prozent Muslime, 16 Prozent Christen, zwei Prozent Hindus sowie jeweils ein Prozent Buddhisten und Angehörige von Stammesreligionen.