21.06.2008
Myanmar/Birma: Christen helfen Hilflosen
13. Juni 2008/OD - Christen werden in Myanmar (früher Birma) nicht besonders geschätzt. Vor allem jene der ethnischen Minderheit Karen, wovon etwa 50% Christen sind, werden stark unterdrückt. Doch nachdem der Wirbelsturm Nargis am 2. Mai schwere Verwüstungen verursachte, zeigen nun gerade die Christen große Hilfs- und Opferbereitschaft in den betroffenen Regionen. Die Gemeinden arbeiten intensiv im Nothilfe- und Wiederaufbauwerk mit. Einige haben Nothilfezentren eingerichtet und unterstützen alle, die sich hilfesuchend an sie wenden – Christen oder Buddhisten, ethnische Burmesen, Karen und andere. Christen helfen mit und achten auf eine gerechte Verteilung der Hilfsmittel des Welternährungsprogramms. Dies ist eine willkommene Unterstützung in Anbetracht der Verzögerung der Nothilfe durch die Militärjunta. - Denn selbst sechs Wochen nach der Katastrophe steht weiterhin 60% der betroffenen Bevölkerung ohne jede Hilfe da und wird vom Militär aufgefordert, in die zerstörten Dörfer zurück zu kehren.In einem entlegenen Dorf im Irrawaddy-Delta wurde eine aus Nipa (Kokosnussblätter) und Bambus gebaute kleine Kirche in den schlimmsten Momenten des Zyklons Nargis zur Zufluchtsstätte für etliche Familien, deren Häuser von den starken Winden und den wütenden Wassern eingerissen wurden. Jeder, der Zuflucht nahm, wurde gerettet. Die Kirche war eins von vier stehen gebliebenen Häusern. Vor dem Wirbelsturm gab es 240 Häuser. Das war besonders für die buddhistischen Nachbarn ein Zeugnis vom Schutz Gottes.