22.06.2008

Deutschland: Verfolgten irakischen Christen rasch Asyl gewähren

B e r l i n (idea) –22.06.08 - Im Irak verfolgte Christen sollten in Deutschland rasch Asyl erhalten. Dafür hat sich der Bundesvorsitzende des Evangelischen Arbeitskreises (EAK) der CDU/CSU, der Parlamentarische Staatssekretär Thomas Rachel, auf der EAK-Bundestagung am 20. Juni in Berlin ausgesprochen.

Er dankte Bundesinnenmister Wolfgang Schäuble (CDU) für eine entsprechende Initiative auch auf europäischer Ebene. Vor den Augen der Weltöffentlichkeit werde im Irak eine 2.000 Jahre alte  christliche Kultur vernichtet. Rachel: „Das dürfen wir nicht zulassen.“ Er vertrat ferner die Ansicht, dass es ohne Religionsfrieden keinen Weltfrieden geben werde. Der Leiter des Instituts für Terrorismusforschung und Sicherheitspolitik (IFTUS), Rolf Tophoven (Berlin), sagte auf dem Treffen, die von Bundesinnenminister Schäuble einberufene Islamkonferenz sei „wenig zielorientiert“. Denn die größten Probleme machten nicht die in Deutschland lebenden Muslime, sondern die einreisenden Islamisten. Wichtig sei es, dass sich die deutsche Demokratie auch unter den Herausforderungen des internationalen Terrorismus als wehrhaft erweise und sich nicht dem Druck von Terroristen beuge. In einer Resolution des EAK-Bundesvorstandes werden bei der Bekämpfung des Terrorismus US-amerikanische Sondergefängnisse wie Guantanamo ebenso abgelehnt wie Folter und Menschenrechtsverletzungen. Dies könne weder billigend noch stillschweigend geduldet  werden. Mit Nachdruck setzt sich der EAK in der Resolution zugleich für das Existenzrecht Israels ein und verurteilt die Verfolgung von Christen in zahlreichen islamischen Ländern.