26.06.2008
Usbekistan: Behörden verfolgen Christen bis ins Exil
AKREF/JJ 26.06.2008 - Die Kriminalpolizei der usbekischen Stadt Nukus hat erneut versucht, den Christen Makset Djabbarbergenov nach Usbekistan zurückschaffen zu lassen, um ihn vor Gericht zu stellen. Dort drohen ihm bis zu drei Jahre Haft für seine friedliche religiöse Betätigung. Er hatte in seiner Wohnung Gottesdienste einer nicht registrierten Pfingstgemeinde abgehalten. Dass die Gemeinde nicht registriert ist, ist nicht seine Schuld, da in der Region Karakalpakstan, in der Nukus liegt, bisher ausschließlich islamische und russisch orthodoxe Gemeinschaften registriert wurden. Allen anderen wird die Registrierung seitens der Behörden verweigert. Als Djabbarbergenov 2007 die Verhaftung drohte, floh er ins benachbarte Kasachstan. Obwohl er dort vom UN Hochkommissariat für Flüchtlingswesen als Flüchtling anerkannt ist, wurde er am 29. Mai von der kasachischen Geheimpolizei aufgrund eines Haftbefehls aus Usbekistan festgenommen, in dem behauptet wurde, er sein ein islamischer Fundamentalist und Terrorist, der an Terrorakten in Usbekistan beteiligt gewesen wäre. Djabbarbergenov wurde 2 Tage später aufgrund einer Intervention des Büros des UN Hochkommissariats für Flüchtlingswesen in Almaty freigelassen.
Quelle: Forum 18 News Service, Oslo