20.08.2010

USA: Feuerwehr verbietet Koran-Verbrennung

Pastor Terry Jones sagte, man wolle mit der Bücherverbrennung Muslimen eine Chance zur Bekehrung zum christlichen Glauben geben.

USA: Feuerwehr verbietet Koran-Verbrennung

Pastor Terry Jones sagte, man wolle mit der Bücherverbrennung Muslimen eine Chance zur Bekehrung zum christlichen Glauben geben.

Gainesville(idea) – Die Feuerwehr hat eine geplante Koran-Verbrennung in den USA verboten. Die Aktion, die die unabhängige protestantische (Weltmissionszentrum Taube) in Gainesville- Florida durchführen will, verstoße gegen Brandschutzbestimmungen, teilte der stellvertretende Brandinspektor Gene Prince mit.
 
Zuwiderhandlungen würden mit Ordnungsstrafen belegt. Die Gemeinde teilte daraufhin mit, dass sie sich von möglichen Bußgeldern nicht schrecken lasse. Die Aktion soll an die vor neun Jahren von islamistischen Terroristen durchgeführten Anschläge auf das Welthandelszentrum in New York und das Pentagon in Washington erinnern. Die Gemeinde betrachtet den Islam als eine Religion des Bösen. Wie Pastor Terry Jones sagte, wolle man mit der Bücherverbrennung Muslimen eine Chance zur Bekehrung zum christlichen Glauben geben. Der Termin birgt eine weitere Provokation in sich: Am 11. September feiern viele Muslime das Ende des Monats Ramadan mit einem Tag des Fastenbrechens. Die geplante Aktion stößt bei Muslimen und Christen auf scharfe Ablehnung. Die Evangelische Allianz (NAE), die rund 30 Millionen Christen repräsentiert, fordert die Absage der Bücherverbrennung. Sie würde weltweit die Spannungen zwischen Muslimen und Christen verstärken, erklärte NAE-Präsident Leith Anderson (Washington). Die Bibel rufe aber dazu auf, nicht Böses mit Bösem zu vergelten, sondern „dem Guten nachzujagen - untereinander und gegen jedermann“ (1. Thessalonicher 5,15).