04.12.2010
Deutschland: Rettung für herzkranke Kinder aus Afghanistan
Hamburger baptistische Albertinen-Stiftung finanziert Operationen
Deutschland: Rettung für herzkranke Kinder aus Afghanistan
Hamburger baptistische Albertinen-Stiftung finanziert Operationen
Hamburg (idea) – Herzkranke Kinder und Jugendliche aus Afghanistan erhalten in Deutschland lebensrettende Operationen.
16 junge Patienten hat die baptistische Albertinen-Stiftung im Rahmen des Projekts „Herzbrücke“ Anfang Dezember von Kabul nach Hamburg gebracht. Ein dreijähriges Kind konnte die Reise nicht antreten, weil sich sein Gesundheitszustand zu sehr verschlechtert hatte. „Es hat uns alle tief betroffen gemacht, dass wir diesem Kind nicht mehr helfen konnten“, so Alberto Correia, organisatorisch-pflegerischer Leiter der Intensivstationen im Albertinen-Krankenhaus. Er hatte den Transport der Kinder zusammen mit dem Mediziner Same Khorrami und weiteren Helfern begleitet. Voraussichtlich wird jeweils die Hälfte der Patienten im Albertinen-Krankenhaus sowie im Universitären Herzzentrum am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf behandelt. Die Kosten, die sich je nach Schwere des Herzfehlers zwischen 5.000 Euro und 25.000 Euro bewegen, übernimmt die Albertinen-Stiftung. Die Kinder stammen aus ärmsten Verhältnissen, so dass die Finanzierung einer Herzoperation ohne fremde Hilfe unmöglich wäre. In Hamburg leben die Kinder bei deutschen und afghanischen Gasteltern. Das zum Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (Baptisten- und Brüdergemeinden) gehörende Albertinen-Diakoniewerk ist der größte kirchliche Krankenhausträger der Hansestadt. Es umfasst zwei Krankenhäuser und mehrere Senioreneinrichtungen und beschäftigt 2.800 Mitarbeiter. In den Kliniken der Albertinen-Gruppe werden jährlich über 70.000 Patienten behandelt.