09.12.2010

Deutschland: Gröhe: „Augen vor Christenverfolgung nicht verschließen“

"Tags der Menschenrechte“ am 10. Dezember hervorgehoben.

Deutschland: Gröhe: „Augen vor Christenverfolgung nicht verschließen“

"Tags der Menschenrechte“ am 10. Dezember hervorgehoben.

 

Berlin/Hannover (idea) – Die Bedeutung der Religionsfreiheit haben CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe und EKD-Auslandsbischof Martin Schindehütte aus Anlass des „Tags der Menschenrechte“ am 10. Dezember hervorgehoben.

Massive Einschränkungen bei der freien Religionsausübung in vielen Ländern verdeutlichten in dramatischer Weise die Unterdrückung der Freiheit des Einzelnen, erklärte Gröhe. Dabei seien etwa 80 Prozent aller aus religiösen Gründen Verfolgten Christen. Die CDU setzt sich für die Religionsfreiheit aller Menschen unabhängig von ihrem Glauben ein. Zugleich fühle sich die christlich geprägte Partei verfolgten oder bedrängten Christen in besonderer Weise verbunden. Gröhe: „Wir dürfen unsere Augen nicht verschließen, wenn in Pakistan Hinrichtungen von Christen wegen vermeintlicher Blasphemie gegen den Islam stattfinden sollen, wenn im Iran ein Pfarrer wegen ‚Glaubensabfall’ vom Islam zum Tode verurteilt wird oder wenn die freie Religionsausübung in der Türkei eingeschränkt wird.“ Gröhe war von 2003 bis zu seiner Berufung zum CDU-Generalsekretär Ende 2009 Mitglied des Rates der EKD.

Auslandsbischof erinnert an chinesischen Dissidenten

Schindehütte erinnerte in seiner Erklärung zum Tag der Menschenrechte an die vielen politischen Gefangenen, die wegen ihres Einsatzes für die Meinungsfreiheit weltweit in Gefängnissen sitzen. „Es ist unerträglich und nicht hinzunehmen, dass ein Mensch wegen seiner politischen Auffassung eingesperrt wird, zumal wenn er seine Auffassung ohne Gewalt vertritt“, sagte der Bischof am 9. Dezember in Hannover. Er erinnerte an den chinesischen Dissidenten Liu Xiaobo, der am 25. Dezember 2009 zu einer elfjährigen Haftstrafe verurteilt wurde und dem am 10. Dezember in Oslo in Abwesenheit der Friedensnobelpreis verliehen wird. Schindehütte: „Wir wissen, dass zum engsten Freundeskreis um Liu Xiaobo auch überzeugte Christen gehören und wir haben vollsten Respekt vor dem mutigen Engagement dieser Männer und Frauen, die sich dafür einsetzen, dass die Volksrepublik China nicht nur wirtschaftlich sondern auch politisch weiterentwickelt wird.“