26.12.2010
Laos: Christen müssen im Dschungel leben
Laos: Im südostasiatischen Laos müssen sechs weitere christliche Familien damit rechnen, bald aus ihrem Dorf vertrieben zu werden. Es sei denn, sie schwören ihrem Glauben an Jesus Christus ab. Denn das fordern die Dorfbewohner.
Die betroffenen Christen aus der Ortschaft Katin im Süden des Landes sind erst vor wenigen Monaten zum Glauben gekommen. Bereits Anfang des Jahres verbannten Dorfbewohner, Beamte sowie Polizisten 48 Christen aus Katin. Die elf Familien hatten sich geweigert, ihren Glauben an Jesus aufzugeben. Nun müssen sie etwa sechs Kilometer vom Dorf entfernt am Rande des Dschungels in provisorischen Unterkünften leben. Das Dorfoberhaupt drohte jedem in Katin mit Zwangsenteignung, der versucht, mit den Ausgestoßenen Kontakt aufzunehmen.
Verhandlungen gescheitert: Im Sommer kam es zu Gesprächen zwischen den Christen und Provinz- und Bezirksbeamten. Um künftig Konflikte und Verfolgung zu vermeiden, forderten die Familien eine festgelegte „christliche Zone“ in Katin. Außerdem sollten ihre Kinder wieder zur Schule gehen und Christen ihre Totenweiterhin auf dem Dorffriedhof bestatten dürfen. Zudem verlangten sie Schadensersatz für sechs Häuser, die bei der Ausweisung der elf Familien im Januar zerstört worden waren. Die Dorfleitung und auch die Bewohner von Katin lehnten die Forderungen ab. Eine Rückkehr werde nur unter der Bedingung erlaubt, dass sie ihren christlichen Glauben aufgäben. Die Dorfvorsteher drohten damit, jeden Christen zu erschießen, der nach Katin zurückkehre.
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