28.12.2010

Nigeria: Schon über 80 Tote bei Religionsunruhen

Die Gewalt zwischen Moslems und Christen im bevölkerungsreichsten Land Afrikas hat am Wochenende weit mehr Opfer gefordert als bisher bekannt.

Bei den gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen christlichen und muslimischen Jugendlichen in igeria zu Weihnachten sind deutlich mehr Menschen ums Leben gekommen als bisher bekannt.

In der Stadt Jos wurden bisher 80 Leichen geborgen, sagte ein Regierungsvertreter am späten Montagabend. Am Samstag war noch von 32 Opfern durch Bombenanschläge die Rede gewesen.

Zwei Verdächtige wurden nach offiziellen Angaben am Montag festgenommen. Die nigerianische Bevölkerung besteht je zur Hälfte aus Christen und Muslimen.

Konflikte seit Jahrzehnten

Bereits zu Beginn dieses Jahres war es in den zentralen Gebieten Nigerias zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen den Religionsgruppen gekommen. In dem Gebiet trifft der muslimisch geprägte Norden auf den überwiegend christlichen Süden.

Seit Jahrzehnten schon herrschen Spannungen zwischen den Volksgruppen. Sie konkurrieren um Ackerland sowie um die wirtschaftliche und politische Macht.

diepresse.com