05.02.2010
Belarus: Wehrerdienstverweigerer verurteilt
AKREF/JJ, 05.02.2010 - Der messianische Jude Ivan Mikhailov wurde am 1. Februar von einem Gericht in Belarus wegen Verweigerung des verpflichtenden Militärdienstes zu drei Monaten Gefängnis verurteilt. „Dieses Urteil hat nichts mit Gerechtigkeit zu tun“, kommentierte sein Schwager. Seine Rechtsanwältin Svetlana Gorbatok brachte vor, dass das Fehlen eines Gesetzes über einen zivilen Wehrersatzdienst keine Rechtsgrundlage ist, um die Rechte Mikhailovs zu verletzen. Mikahilov war bereits seit 15. Dezember 2009 in Untersuchungshaft und muss - wenn seine Berufung gegen das Urteil erfolglos bleibt - noch 6 Wochen im Gefängnis bleiben. Bei der Gerichtsverhandlung war auch Mikhail Paschkewitsch von der Organisation „Für zivilen Wehrersatzdienst“ anwesend, die eine Petition für die Einführung eines Wehrersatzdienstes in die Wege geleitet hat.
Nicht nur die Gewissensfreiheit wird eingeschränkt, auch das kulturelle Leben der Kirchen bleibt von den Eingriffen der Behörden von Belarus nicht verschont. Kürzlich wurde die Vorstellung einer CD mit christlichen Liedern in einer katholischen Kirche unter staatlichem Druck abgesagt. Der Kommentar der leitenden Beamtin für religiöse Angelegenheiten, Alla Ryabitseva: „Konzerte finden nicht in Kirchen statt“.
Quelle: Forum 18 News Service, Oslo
Übersetzung: AK Religionsfreiheit der Evangelischen Allianz