21.06.2010

Usbekistan: Samarkand - die Stadt der geschlossenen Kirchen

AKREF/JJ – 18.06.2010 - Die siebente in einer Reihe protestantischer Kirchen bzw. evangelikaler Gemeinden, denen in den letzten vier Jahren in der zentralusbekischen Stadt Samarkand die staatliche Registrierung entzogen wurde, kämpft nach wie vor darum, diese wieder zu erlangen. Ohne Registrierung ist jede religiöse Betätigung illegal. „Seit mehr als einem Jahr hat unsere Kirche versucht, zu beweisen, dass der Entzug der Registrierung illegal war“, erklärte ein Mitglied der zentralen protestantischen Kirche von Samarkand gegenüber dem Nachrichtendienst Forum 18. „Alle Gerichte sagen entweder, sie seien nicht zuständig, oder sie antworten überhaupt nicht.“ Auf die Frage, ob Hoffnung bestünde, dass die Kirche ihre Registrierung wieder erlangt, antwortete ein Beamter der regionalen Justizabteilung von Samarkand: „Ich weiß nicht, welche Entscheidung wir treffen werden. Ich bin kein Doktor.“ Mindestens eine weitere protestantische Gemeinschaft bemüht sich schon seit zehn Jahren vergeblich um die Registrierung. „Jetzt wurden wir alle des Grundrechts beraubt, gemeinsam zu beten und Gott anzubeten“, erklärte ein örtlicher Kirchenleiter. Auch Moslems, Anhänger der Hare Krishna Gemeinschaft und Zeugen Jehovas haben Probleme mit den Behörden.

Quelle: Forum 18 News Service, Oslo

Deutsche Fassung: AK Religionsfreiheit der Österreichischen Evangelischen Allianz