27.03.2010
Ägypten: Pater Pegiemy deckt in Matrouh auf
KoG - 27. März 2010 - Pater Pegiemy ist ein Mönch aus dem Kloster des Heiligen Paul, das am roten Meer liegt. Dieser Mönch betreut die Kirche des Erzengels Michael und war an den in Matrouh gehaltenen drei Versöhnungssitzungen beteiligt. Am Freitag, den 12. März 2010, hatte der bekannte Mob aus den wütenden Moslems in Matrouh einen Auftritt, bei dem alles wie üblich anfing und wie jedes Mal endete. Anfangs wird es randaliert und alles zerstört, was den Kopten gehört. Und am Ende werden koptische Jugendliche verhaftet, damit man die Kirche zur Versöhnung zwingt, welche nachgeben muss, weil die Familien dieser Jugendlichen keine Ruhe finden, bis ihre Jungs freigelassen werden. Als ob es keine Gesetze in Ägypten gäbe, wird die Kirche zu einer Versöhnungssitzung getrieben, damit sie auf alle ihre Rechte verzichtet.
Auf Youtube kann man das Bild Paters Pegiemy sehen und seine Stimme hören, während er mit einem Menschenrechtler von “Free Copts” telefonierte. Der koptische Mönch ließ eine Bombe hinter der anderen hochgehen. Er berichtete von drei Versöhnungssitzungen mit den Ältesten der beduinischen Sippen, die unter der Schirmherrschaft des Gouverneurs, des Sicherheitsstabs und Geheimdienstes stattfanden. Auf die Frage, ob man die koptischen Opfer entschädigte, derer Häuser, Läden, Betriebe und Autos niedergebrannt wurden, antwortete Pater Pegiemy: “Wir haben keine Bedingungen gestellt, sondern Aufforderungen bzw. Bitten. Bis jetzt wurde eine Summe von 100,000 LE. Gesammelt, und zwar von “christlichen” und muslimischen Geschäftsleuten, obwohl die Schäden mit über 1,5 Millionen geschätzt wurden”.
Weiter sagte Pater Pegiemy: “Unsere Kinder wurden ausgetrickst, damit man sie verhaftet. Es hieß, dass sie mit den Autos der Polizei nach Hause gefahren werden sollten, damit die Moslems sie nicht angreifen. Zu unserem Entsetzen hielten die Streifenwagen vor der Polizeistation an, wo man etliche junge Männer unter 18 verhaftete. Jetzt wurden 38 Männer nach diesen drei Versöhnungssitzungen freigelassen, unter denen 15 Kopten sind” – “Die Mauer, die an diesem besagten Freitag gebaut wurde, sperrte keinen Weg, wie die Medien in Ägypten verbreiteten. Wir errichteten sie auf unserem Grundstück, welches der Kirche mit vorliegenden Dokumenten gehört. Die Moslems in dem Bezirk Reifya gewöhnten sich daran, durch unser Grundstück zu gehen. Deswegen missfiel ihnen, dass die Kirche diese Mauer errichtet, die nur 4,20 Meter breit ist” – “Seine Eminenz Metropolit Pachomius verlangte, dass der aufhetzende Scheich “Khamis – Donnerstag” zur Rechenschaft gezogen wird. Jetzt schiebt dieser Hassprediger die Schuld auf zwei weiteren Moslems, von denen die Kirche das Grundstück kaufte. Als Geste der Toleranz und des Friedens verzichtet die Kirche auf die Mauer”.