03.05.2010

England: Festnahme nach Aussage 'Homosexualität ist Sünde'

Gesinnungsterror: Die Bezeichnung von Homosexualität als Sünde hat einen Straßenprediger im nordenglischen Workington in Polizeigewahrsam gebracht. Der Baptisten-Missionar Dale McAlpine hatte erklärt, dass Homosexualität eine Sünde sei

England: Festnahme nach Aussage 'Homosexualität ist Sünde'

Gesinnungsterror: Die Bezeichnung von Homosexualität als Sünde hat einen Straßenprediger im nordenglischen Workington in Polizeigewahrsam gebracht. Der Baptisten-Missionar Dale McAlpine hatte erklärt, dass Homosexualität eine Sünde sei

 

London (kath.net/KNA) Die Bezeichnung von Homosexualität als Sünde hat einen Straßenprediger im nordenglischen Workington in Polizeigewahrsam gebracht. Der 42-jährige Baptisten-Missionar Dale McAlpine hatte über diverse Laster gepredigt und auf Nachfrage einer Passantin erklärt, auch Homosexualität sei gegen die Gebote Gottes. Ein hinzugerufener Streifenpolizist nahm ihn daraufhin wegen öffentlicher Diskriminierung fest. Bei dem Beamten handelte es sich nach Angaben der Tageszeitung «The Telegraph» (Online-Ausgabe Sonntag) um den Verbindungsmann für Homosexuelle bei der örtlichen Polizei.

Christliche Verbände kritisierten das Vorgehen. Das Gesetz für öffentliche Ordnung, das ursprünglich gegen Fußball-Hooligans ins Leben gerufen worden sei, werde benutzt, um religiöse Meinungsäußerung zu unterbinden. Der «Telegraph» zitierte den Anwalt Sam Webster von der evangelikalen Lobbygruppe «Christian Institute» mit einem Verweis auf frühere Gerichtsurteile. Demnach müsse die Überzeugung, dass homosexuelles Verhalten sündhaft sei, in einer demokratischen Gesellschaft respektiert werden.

McAlpine selbst äußerte sich «tief schockiert» über den Vorfall, der bereits am 20. April stattfand. Er fühle sich dadurch gedemütigt, dass er vor Bekannten wie ein gewöhnlicher Verbrecher behandelt worden sei. Nach Darstellung der Zeitung musste der Prediger auf der Wachstube unter anderem Fingerabdrücke und eine DNA-Probe abgeben und sich einem Netzhaut-Scan unterziehen. Der Mann sei nach sieben Stunden auf Kaution und mit einem Verbot öffentlicher Predigten wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Eine Voruntersuchung habe McAlpine als unschuldig eingeschätzt; die ordentliche Verhandlung stehe aber noch aus, so die Zeitung.

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