24.04.2011

Armenien: Gedenktag der Verbrechen an den Armeniern

Armenien gedenkt immer am 24. April der Opfer der Massaker

Armenien: Gedenktag der Verbrechen an den Armeniern

Armenien gedenkt immer am 24. April der Opfer der Massaker

 

Am 24. April 1915 nahmen die Behörden des Osmanischen Reiches im damaligen Konstantinopel über 200 armenische Intellektuelle und Gemeindevertreter fest. An diesem Tag vor nunmehr 95 Jahren soll die Verfolgung der Armenier mit der Ermordung von 800 Intellektuellen begonnen haben.

Diese Verhaftungen gelten als der Anfang der Verbrechen an den Armeniern, die in den Jahren 1915 bis 1917 verübt wurden. Armenien und andere Länder Europas fordern, dass die Tötung von 1,5 Millionen Armeniern als Völkermord eingestuft wird.

Auch ist ein Mahnmal, dass an den Völkermord erinnern soll, geplant.

Die türkische Regierung soll gegen das geplante Monument interveniert haben. Das Völkermord-Denkmal wurde nach einem Wettbewerb Ende März in Genf vorgestellt. Die Jury hatte sich für «Les Réverbères de la Mémoire» (Laternen der Erinnerung) von Melik Ohanian ausgesprochen. Die Stadt zahlt 100 000 Franken; die armenische Gemeinschaft bezahlt 400 000 Franken. Der Verband der Türken will das Mahnmal verhindern, «koste es, was es wolle», wie der Verband jüngst seinen Mitgliedern schrieb. Der Verband ruft die Genfer Türken dazu auf, die verantwortlichen Genfer Politiker abzuwählen. Zudem droht der Verband, die Schweiz müsse ihre Vermittlung im armenisch-türkischen Konflikt beenden, wenn das Mahnmal gebaut werde.