02.08.2011

Israel: Messianische Juden sind sich uneins

Pastor: Auch kein Miteinander mit palästinensischen Christen

Israel: Messianische Juden sind sich uneins

Pastor: Auch kein Miteinander mit palästinensischen Christen

 

Jerusalem (idea) – In Israel leben schätzungsweise 10.000 bis 12.000 Juden, die an Jesus als Messias glauben. Doch sowohl die Beziehungen dieser „messianischen Juden“ untereinander wie auch zu palästinensischen Christen sind angespannt. Das berichtet der Pastor der messianisch-jüdischen Gemeinde „Jerusalem Assembly“, Meno Kalisher, in einem Interview mit dem Monatsmagazin „Israel heute“ (Jerusalem). Laut Kalisher bilden die rund 140 messianischen Gemeinden keine homogene Gemeinschaft. Manche seien eher baptistisch geprägt, andere charismatisch und wieder andere orthodox. Es gebe auch Gruppen, die die Gottheit Jesu verneinten oder die Dreieinigkeit ablehnten. Deren Mitglieder könne man nicht als „Geschwister im Glauben“ ansehen. Kalisher: „Bedauerlicherweise sind wir an einem Punkt angelangt, wo man jemanden, der sagt ‚Ich kenne Jesus’, fragen muss: ‚Welchen Jesus?’“ Auch mit palästinensischen Christen gebe es keine Einheit, denn die meisten glaubten an eine „Ersatztheologie“, die besage, dass Gott Israel verworfen habe und die Kirche Israel ersetze. Manche arabische Christen stünden der Palästinenserorganisation Hamas näher als Israel. Kalisher: „Das macht es sehr schwer für israelische und palästinensische Gläubige, einander brüderlich zu begegnen.“ Kritisch beurteilt der Pastor den Friedensprozess im Nahen Osten. Die Bibel verheiße zwar Frieden, doch den gebe es nur, „wenn Gott im Mittelpunkt steht“. Ohne Gott führten alle Anstrengungen „in den größten Krieg“. Wer für den Frieden Jerusalems beten wolle, müsse um die Wiederkunft Jesu beten.