03.08.2011
Irak: Koordinierte Angriffe auf Kirchen
(idea) In der nordirakischen Stadt Kirkuk explodierten am 2. August Bomben vor einer katholischen, einer anglikanischen und einer orthodoxen Kirche. Mindestens 23 Personen wurden verletzt. Nach Polizeiangaben handelte es sich offensichtlich um eine koordinierte Aktion. Erst Anfang Juni war eine neue Kirche in Kirkuk eröffnet worden. Dort versammeln sich etwa 300 Christen, die vor Anschlägen in anderen Regionen Iraks geflohen. Doch auch im Norden sei es für Christen lebensgefährlich, das Haus zu verlassen, obwohl sich die Lage in den vergangenen Monaten leicht verbessert habe, sagte der chaldäisch-katholische Erzbischof von Mossul, Amil Ahamaaoun Nona, dem Hilfswerk „Kirche in Not“ (München). Christen leben seit fast 2.000 Jahren im Irak. Inzwischen hat sich ihre Zahl dezimiert, weil viele vor Anschlägen geflohen sind. 1990 waren in dem Land mit heute rund 29 Millionen Einwohnern 1,4 Millionen Christen, jetzt sind es etwa 200.000.