03.08.2011
Kasachstan – Pastor wegen Gebet für Kranke angeklagt
Nachdem er für einen kranken Mann, der den Gottesdienst in seiner Gemeinde besuchte, gebetet hat, wird Pastor Yerzhan Ushanov aus Taraz, in der Region Jambyl, Kasachstan, angeklagt, „ernsten gesundheitlichen Schaden durch Nachlässigkeit verursacht zu haben“. Auf solch eine Anklage ist mit einer Haftstrafe von bis zu zwei Jahren, einer Geldstrafe zwischen 100 und 200 mal des monatlichen Mindestlohns oder eine Verurteilung zu gemeinnütziger Arbeit zwischen 180 und 200 Stunden zu rechnen.
Pastor Ushanov wird von der Frau des Mannes beschuldigt, ihren Mann hypnotisiert zu haben. Sie sagte, dass es ihrem Mann anschließend schlecht gegangen sei. Dieser Behauptung wurde von Mitgliedern seiner Gemeinde widersprochen: „Dies ist nicht das erste Mal, dass die Behörden in den südlichen Gegenden von Kasachstan solch absurde Beschuldigungen wie den Einsatz von Hypnose gegen Pastoren vorbringen... In einigen Fällen haben die Behörden sogar verlangt, dass einige unserer Pastoren spezielle Zulassungen durch das Gesundheitsministerium beantragen, die sie dazu berechtigen, um Heilung für Kranke zu beten“, sagten sie. Im April 2010 wurde ein anderer Pastor aus der Region Jambyl zu einer Geldstrafe von 100 mal den monatlichen Mindestlohn verurteilt, weil er angeblich der Gesundheit einer Frau durch sein Gebet Schaden zugefügt hatte. Das oberste Gericht annulierte das Urteil später und hob die Geldstrafe auf, aber der Pastor hat sein Geld seither nicht zurückerhalten.
Die Geheimpolizei reichte am 8. Juni ein Strafverfahren gegen Pastor Ushanov ein, und am 25. Juni brachen fünf Regionalpolizisten in seine Wohnung ein und durchsuchten sie. Gemeindeglieder sagen, dass die Polizei während der Razzia Beweismittel gegen den Pastor ausgelegt hatte, ein Buch mit dem Titel „Moderne Hypnose“, welches sie dann, zusammen mit der Computerausrüstung, christlicher Literatur und persönlichen Daten über Gemeindeglieder beschlagnahmten. Die Beamten warnten Pastor Ushanov, er solle „seinen Beruf wechseln und Taraz für immer verlassen, wenn er keine Probleme bekommen wolle“.
Nachdem eine Frau die Gemeinde angezeigt hatte, mit der Begründung, sie wäre in der Cafeteria vergiftet worden, hatten Polizeibeamte der Anti-Extremismus-, Anti-Separatismus- und Anti-Terroreinheit während eines Sonntagsgottesdienstes sechs Tage früher eine Razzia in der Kirche durchgeführt. Dieser Behauptung wurde auch von einem Gemeindemitglied widersprochen mit dem Hinweis, dass die Räumlichkeiten der Gemeinde nur angemietet sind und die Gemeinde dort kein Essen anbietet.
Es scheint so, dass die Behörden es auf die Gemeinde abgesehen haben; sie wird regelmäßig von einem bestimmten Mitarbeiter der Geheimpolizei besucht, der angeblich über die Gläubigen Buch führt.
- Bringen Sie Pastor Ushanov im Gebet vor den Herrn und beten Sie, dass die Beschuldigungen gegen ihnen fallen gelassen werden, so dass er seinen Dienst ohne Furcht vorVergeltungsmaßnahmen weiterführen kann.
- Beten Sie, dass der Herr den kranken Mann, für den Pastor Ushanov gebetet hat, heilt und dass er und seine Frau zum Glauben an den Herrn Jesus Christus kommen.
- Beten Sie, dass die Christen in Kasachstan fest in ihrem Glauben stehen mögen, trotz der Schickanen, denen sie ausgesetzt sind.
Quelle: Barnabasfund.org