05.08.2011
Iran: Gott ist in den Schwachen mächtig
(Open Doors) – Maheen ist eine Christin muslimischer Herkunft und daher dem Regime im Iran ein Dorn im Auge. Ihr „Abfall“ vom Islam ist in den Augen der Führer des Landes ein Verbrechen. Nur im Verborgenen kann sie ihren Glauben an Jesus leben. Maheen fürchtete die Folgen einer Entdeckung, denn von anderen Christen weiß sie, wie hart und grausam die Verhöre durch die Geheimpolizei sein können. Doch eines Tages traf es auch sie. Sie wurde festgenommen. Aber dann geschah etwas Unerwartetes.
„Prüfe mich nicht“
Maheen und ihr Ehemann leiten mehrere Hausgemeinden aus ehemaligen Muslimen. Vor mehreren Monaten wurde ihr Mann von der Geheimpolizei verhaftet und war für Monate im Gefängnis. Nach seiner Freilassung auf Kaution wartet er nun auf seinen Prozess. Während der Zeit seiner Gefangenschaft betete seine Frau immer wieder: „Oh Herr, ich bin nicht bereit, in Einzelhaft zu gehen. Ich fürchte die Isolation und die grauenhaften Zustände dort. Bitte, prüfe mich nicht über meine Kräfte hinaus.” Maheen sagte Gott, sie sei nicht stark genug, die Torturen der Verhöre durchzustehen und würde möglicherweise die Namen anderer Christen preisgeben oder sogar Jesus verleugnen.
Mutiges Bekenntnis
Drei Tage später stand die Geheimpolizei vor ihrer Tür und nahm sie mit. Ihr schlimmster Alptraum wurde wahr. Man verband ihr die Augen und brachte sie in Einzelhaft. Stunden später musste die total Verängstigte zum Verhör. „Doch dann spürte ich die Kraft des Heiligen Geistes in mir und meine Angst war weg.“ Vor dem Richter und islamischen Beamten bezeugte sie ihren christlichen Glauben.
Nächtlicher Besuch
In der dritten Nacht in Haft erhielt sie Besuch. Der Richter trat in ihre Zelle. Maheen fürchtete, von ihm vergewaltigt zu werden und zitterte am ganzen Körper. Doch der Mann beruhigte sie: „Hab keine Angst. Das, was du über Jesus gesagt hast, lässt mich nicht mehr los. Ich brauche Erlösung und glaube, dass er dich ins Gefängnis geschickt hat, um mir dies deutlich zu machen. Bitte, bete für mich, dass ich herausgeholt werde aus der Hölle, in der ich lebe.“ Maheen konnte es kaum fassen. Drei Stunden lang sprach sie mit ihm über das Evangelium. Am Ende bekannte er seine Sünden und bekehrte sich zu Jesus Christus. Dann verließ der Richter sie mit der Bitte, mit niemandem über das Geschehene zu sprechen. Er wolle versuchen, sie aus dem Gefängnis herauszubringen. Tatsächlich wurde Maheen einige Tage später entlassen. Sie und ihr Mann stehen weiter in Kontakt mit dem Richter und seiner Frau, die nun auch Jesus nachfolgt.
Gebetsanliegen von Open Doors:
• Danken Sie Gott für das Zeugnis von Maheen, dass er ihr die Kraft gegeben hat, sich zu ihrem Glauben zu bekennen.
• Danken Sie, dass der Richter und seine Frau durch die Treffen mit dem Ehepaar biblische Unterweisung erhalten und sie so in ihrem Glauben wachsen können.
• Beten Sie für alle Christen muslimischer Herkunft im Iran, die in der ständigen Gefahr stehen, verhaftet und verhört zu werden.