17.02.2011
Nigeria: Vertrauen gestärkt
(Open Doors) – Am Heiligabend des vergangenen Jahres explodierten in der zentralnigerianischen Stadt Jos (Plateau) an zwei Orten sieben Bomben. Bei den Anschlägen auf einem Markt und in einem christlichen Wohnviertel kamen 32 Menschen ums Leben; 74 wurden verletzt. Noch immer leiden Opfer unter dem Trauma der Anschläge, Angehörige trauern um Familienmitglieder. Open Doors bittet, auch Wochen nach den schrecklichen Ereignissen weiter für die Christen in Nigeria zu beten. In Plateau und in den nördlichen islamisch geprägten Bundesstaaten kommt es immer wieder zu Gewalt gegen Christen.
Rebecca Pams Tochter Sarah wollte am Heiligabend auf dem Gada Biu Markt in Jos letzte Weihnachtseinkäufe erledigen, als eine Bombe hochging. Sie überlebte schwer verletzt. Unsere Mitarbeiter vor Ort besuchten in den folgenden Tagen Verletzte in der Universitätsklinik, um ihnen seelsorgerlich beizustehen. Dort traf Mitarbeiter Isaac* auch auf die 41-jährige Rebekka Pam. Er berichtet:
„Als ich Rebekka sah, telefonierte sie gerade hektisch mit ihrem Mobiltelefon. Sie schien verzweifelt und unglaublich traurig zu sein. Ich ging auf sie zu und fragte, ob ich helfen könne. Rebekka hatte verweinte Augen. Sie glaubte, niemand interessiere sich für ihre Geschichte. Mein Angebot, ihr zuzuhören, ermutigte sie sehr. ‘Bruder’, sagte sie, ‘meine Tochter braucht dringend eine Bluttransfusion, doch ich habe kein Geld und niemand will mich unterstützen. Bitte, hilf du mir.“
Unerwartete Hilfe
„Ich fragte Rebekka, ob sie daran glaube, dass Gott über ihre Erwartungen hinaus handeln kann. ‚Ja, das tue ich‘, antwortete sie. Ich ermutigte sie, weiterhin den Glauben zu haben, dass Gott eingreifen wird. Wir beteten gemeinsam, was sie sehr bewegte. Dank der Gnade Gottes konnten wir sie auch finanziell bei der Behandlung ihrer Tochter unterstützen. Als Rebekka davon erfuhr, ließ sie einen Freudenschrei hören und brach in Tränen aus. Ihr Vertrauen auf Gott wurde an diesem Tag sehr gestärkt. Sie sagte: ‚Ich danke Gott für Menschen wie euch. Was ihr für meine Tochter getan habt, werde ich niemals vergessen. Möge Gott die vielen Menschen, die diese Hilfe ermöglicht haben und für uns Christen in Nigeria beten, überreich segnen.“
„Es war eine großartige Zeit mit Rebekka“, erzählte Isaac. „Ihre Tochter befindet sich auf dem Weg der Besserung. Das sind sehr gute Nachrichten.“
*Name geändert