12.01.2011

Österreich: Österreich nimmt Kopten auf

Wie groß die religiösen Spannungen in Ägypten tatsächlich sind, beweisen die jüngsten Vorfälle: Dienstagabend erschoss im Süden des Landes ein moslemischer Polizist einen 71-jährigen Christen und verletzte weitere fünf. Daraufhin kam es zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen aufgebrachten Kopten und der Polizei. Die Sicherheitskräfte versicherten, dass der „Vorfall keinen terroristischen oder religiösen Hintergrund“ habe. Der Polizist sei lediglich „psychisch auffällig“.

Österreich hat sich indes bereit erklärt, zwei verletzte koptische Opfer aus Ägypten aufzunehmen – vorläufig zur medizinischen Behandlung, wie die Präsidentschaftskanzlei auch der „Presse“ bestätigte. Die koptische Gemeinschaft in Ägypten werde entscheiden, wen sie nach Österreich sende, sagte ein Sprecher von Bundespräsident Heinz Fischer.

diePresse.com